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Die Publikation zur Tagung ist in Vorbereitung und erscheint im Winter 2016/2017!

Fachtagung vom 1. bis 3. Oktober 2015 in Waldenburg/Wałbrzych

Heraus aus der Vergessenheit.

Deutsche  und Polen in Niederschlesien nach 1945 -  zwischen Ablehnung, Anpassung und Annäherung

Im Juli 2014 fand auf Einladung des Dokumentations- und Informationszentrums für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbacherrott (Haus Schlesien) und weiterer Partner eine Fachtagung zur Entwicklung in der Waldenburger Industrieregion in den Jahren 1945-1958 statt. Hier waren nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 30.000 Deutsche von der Vertreibung ausgenommen worden, da die polnische kommunistische Verwaltung die Fachleute aus Bergbau und Textilindustrie benötigte. Anders als in Oberschlesien, wo ebenfalls viele Deutsche zurückblieben, erhielten die Deutschen in der Region Waldenburg eine begrenzte kulturelle Autonomie. Dabei spielte die Aufrechterhaltung des kirchlichen Lebens eine besondere Rolle. Die Tagung zeigte, dass dieser Teil der Regionalgeschichte  weiterer Untersuchungen bedarf und besonders in der Stadt Walbrzych/Waldenburg auf großes Interesse stößt.

Daher haben die Veranstalter unter Federführung der Kulturreferentin für Schlesien eine deutsch-polnische Folgetagung vorbereitet, die vom 1.-3. Oktober 2015 an der Angelus-Silesius-Fachhochschule in Waldenburg stattfinden wird. Nachdem das Seminar im Haus Schlesien vor allem die ökumenischen Beziehungen zwischen Protestanten und Katholiken der deutschen Minderheit betrachtete, wird sich die nächste Tagung einem weiteren Aspekt des Themas zuwenden, indem das Verhältnis der heimatverbliebenen und der vertriebenen Deutschen zu den polnischen Neusiedlern behandelt werden soll.

Die Veransteltung der Kulturreferentin für Schlesien und dem Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbacherrott (Haus Schlesien) in Kooperation mit der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien, der Staatlichen Fachhochschule Waldenburg und Deutschen Sozial-Kulturellen Geschellschaft Waldenburg.

Programm

Donnerstag, 1. Oktober 2015

15.00 Tagungsbeginn mit Anmeldung und Kaffeetrinken in der Fachhochschule Waldenburg

15.30 Begrüßung durch die Veranstalter und eine/n Vertreter der Stadt

16.00 Niederschlesien nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Willy Brandt Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau

17.00 Der Bergbau im Waldenburger Land in den Nachkriegsjahren. Unfreiwillige deutsch-polnische Zusammenarbeit. Dr. Jerzy Kosmaty, Waldenburg

18.00 Abendessen

19.00 Die Situation des geistlichen Lebens der verbliebenen Deutschen. Kirchen und Gemeinden in Waldenburg/Walbrzych und Landeshut/Kamienna Gòra in der Nachkriegszeit. Margrit Kempgen, Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien, Görlitz

Anschließend: Ausstellungseröffnung „Heimat Kirche“ - ein deutsch-polnisches Jugendprojekt der Stiftung Evangelisches Schlesien und des Kulturreferates für Schlesien

Freitag, 2.Oktober 2015

9.30 Die Situation der katholischen Restgemeinde und ökumenische Seelsorge am Beispiel des Wirkens von Pater Nikolaus von Lutterotti, Abtei Grüssau/Krzeszów. Dr. Inge Steinsträßer, Bonn

10.30 Kaffeepause

11.00 Parallele Zeitzeugengespräche  zur Ökumene und zum Verhältnis zwischen Deutschen und Polen in den Jahren 1945-58
Bernhard Grund (Rheinbach), Prof. em. Dr. Joachim Köhler, Tübingen (ehemals Waldenburg); Edgar Kraus (Cottbus); Karl-Heinz Wehner, Oldenburg ( ehemals Landeshut);  Vertreterinnen der deutschen und polnischen ev. Gemeinde in Niederschlesien  , Doris Stempowska, Książ/Fürstenstein

12.00 Fahrt zur Julia-Hütte (Centrum Nauki i Kultury Stara Kopalnia)

Eröffnung der Ausstellung „Wir wollen nicht vergessen sein“, Einführung: Manfred Richter, Kurator

13.30 Mittagessen im Hotel

15.30 Transfer zur Hochschule, dort Kaffee

16.00 Werner Schmauch – ein evangelischer Seelsorger auf gewundenen Pfaden.
Pfr. Ulrich Hutter-Wolandt, Berlin

17.00 Zur Situation der Ökumene in Niederschlesien aus der Sicht der evangelisch-augsburgischen Kirche in Polen nach 1945 und heute. Ablehnung oder  Kooperation? Pf. Andrzej Fober, Breslau

18.30 Transfer zum Hotel und Abendessen

20.00 Konzert mit dem Chor der deutschen Minderheit und Gästen

Samstag, 3. Oktober 2015

9.30 Vorträge von Dr. Tomasz Nochowicz und Natalia Poludniak als Fallstudien von jungen Nachwuchswissenschaftler/innen aus der Region
-Nachfragen -

11.00 Zusammenfassung der Tagung, Dr. Inge Steinsträßer und Annemarie Franke

11.30 Kaffee

12.00 Abfahrt zur Exkursion

Ziele: Landeshut/Kamienna Góra  (Gnadenkirche, historische  Altstadt), Kloster Grüssau/Krzeszów, Gottesberg/Boguszów Górce

17.30 Ökumenischer Gottesdienst in der Katholischen Kirche in Gottesberg/Boguszów Górce

Transfer zum Hotel

19.30 Abendessen im Hotel und Ausklang

20.30 Lesung mit Bruni Adler aus ihrem Buch „Geteilte Erinnerungen. Polen, Deutsche und der Krieg“ (2006)

Sonntag, 4. Oktober 2015

Frühstück und Abreise

Tagungsleitung
Annemarie Franke, Görlitz
Nicola Remig, Königswinter
Dr. Inge Steinsträßer, Bonn

Tagungsort
Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa im. Angelusa Silesiusa (Staatliche Fachhochschule Waldenburg),
ul. Zamkowa 4, 58-300 Wałbrzych
 www.pwsz.com.pl

Übernachtung
HOTEL MARIA HELENA
ul. Kolejowa 1
58-310 Szczawno-Zdrój
www.hotelmariahelena.pl/de

Wir danken der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit für die finanzielle Unterstützung.