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Schloss Altranstädt

Schloss Altranstädt

 

Das um 1620 erbaute Schloss wurde in den letzten Jahren zum größten Teil saniert. Die Stadt Markranstädt und ein Förderverein betreiben die Nutzung.

 

© SMG

Von September 1706 bis Ende August 1707 nahm Karl XII.  in Schloss Altranstädt bei Leipzig sein Hauptquartier. Seine Truppen verteilte er auf die umliegenden Orte. Für ein Jahr lag der abgeschiedene ländliche Herrensitz im Rampenlicht der europäischen Politik. Hier wurde am 24.9.1706 der Friedensvertrag zwischen Schweden und Sachsen unterzeichnet. Hier fanden die Verhandlungen zwischen dem schwedischen König und dem deutschen Kaiser über die schlesischen Religionsangelegenheiten statt.

In dieser Zeit gehörte das Schloss der Familie von Friesen. Wegen völliger Überschuldung in Folge der schwedischen Besatzung musste das Gut jedoch 1715 zwangsversteigert werden.

Heute beherbergt das Schloss eine kleine Ausstellung zum Nordischen Krieg und eine Kunstgalerie.

links: Carl Freiherr von Friesen (1621-1698), unbekannter Maler, vor 1700

Carl von Friesen, königlich-dänischer Oberstleutnant und Johanniterritter, kaufte 1695 oder 1696 das Gut Altranstädt. Nach seinem Tod fiel der Besitz an seine Witwe und seinen Sohn Nikolaus. Die Familie lebte jedoch nicht selbst auf dem Gut, sondern hatte es einem Verwalter übergeben.

rechts: Anna Beate Elisabeth Freifrau von Friesen, geb. von Ahlefeld (1658-1709), Gemälde von unbekannt, um 1700

Von September 1706 bis August 1707 war Schloss Altranstädt Hauptquartier des schwedischen Königs Karl XII. Nach dem Abzug der Schweden war das Gut so überschuldet, dass dem Sohn Anna Beates, Nikolaus, 1715 nur die Zwangsversteigerung blieb.

Leihgaben: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

Friedenszimmer im Schloss Altranstädt

 

Das Zimmer wurde im 19. Jh. durch den damaligen Besitzer Graf Karl Gustav Adolf von Hohenthal dem Andenken an den Aufenthalt Karls XII. gewidmet.

 

© SMG

Der schwedische Kronprinz Gustav am Obelisken im Innenhof des Schlosses Altranstädt, 1907

 

Die Konvention von Altranstädt ist in Schweden nie ganz aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden. Aus Anlass des 200. Jahrestages wurde in Altranstädt auf Initiative des schwedischen Königshauses ein Obelisk errichtet.

 

© Förderverein Schloss Altranstädt e.V.