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Isidor Aschheim: ohne Titel (Schiff »Hilda« nach dem Brand), undatiert, Lithografie (Foto: Stekovics)

Schlesien im Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg

Später als in anderen Teilen Deutschlands fand die NSDAP in Schlesien Rückhalt in der Bevölkerung. Dann aber erzielte sie hier deutliche Wahlsiege. Die Machtübernahme 1933 zerstörte auch in Schlesien die demokratischen Institutionen und bedeutete einen Bruch mit Traditionen von Freiheit und Toleranz. In zunehmendem Maße wirkte sich die Politik des NS-Regimes im Alltag aus: Kriegsvorbereitungen, Gewalt und Terror, eine totalitäre Ideologie aus Nationalismus und Rassenwahn. Tausende Deutsche, Juden und Andersdenkende, wurden interniert, vertrieben, ermordet.

Auch von Schlesien aus brachen deutsche Truppen am 1. September 1939 in Polen ein: der Zweite Weltkrieg begann. Für die deutsche Kriegsführung war Schlesien, jetzt um polnische Gebiete erweitert, von großer Bedeutung. Denn hier lagen wichtige Standorte der Rüstungsindustrie, Schutzzonen für Evakuierte aus ganz Deutschland, aber auch Konzentrationslager und Vernichtungsstätten.