Görlitz in Schlesien - Schlesien in Görlitz: Das Erbe der Wende 1989/90

Diskussion mit Dr. Markus Bauer, Volker Bandmann MdL a.D., Margrit Kempgen, Harald Twupack, Robert Lorenz
15.10.2020, 18 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz, Eintritt frei

Anmeldung erforderlich unter kontakt@schlesisches-museum.de oder +49 3581-87910.

Europäische Union – Deutschland – Sachsen – Niederschlesien – Stadt Görlitz. Wenn vor dem Görlitzer Rathaus die niederschlesische Fahne zwischen der städtischen und sächsischen für die Verbundenheit mit der Region ein Zeichen setzt, dann ist das eine Errungenschaft der Wendezeit. In der DDR war Schlesien ein Tabu. Erst im Zuge der politischen Umbrüche der Jahre 1989/90 konnte im Osten Deutschlands wieder an Schlesien erinnert werden. Nach der Enttabuisierung verstärkten sich Anfang der 1990er Jahre die Neugier und die Faszination gegenüber der Region. Heute fühlt sich Görlitz der Kultur und den Traditionen Schlesiens besonders verpflichtet.

Die Identität und das Bewusstsein für die Kultur des niederschlesischen Landesteils im Freistaat Sachsen wurden durch die Verankerung in der Verfassung des Freistaates Sachsen gewürdigt. Am 26. Mai 1992 vom Sächsischen Landtag beschlossen, regelt die Sächsische Verfassung, Artikel 2. Abs. 4, dass im schlesischen Teil des Landes die Farben und das Wappen Niederschlesiens gleichberechtigt geführt werden können. Eingebunden in die Arbeit an der Verfassung des Freistaates in den Jahren 1990-1992 finden Akteure, Beteiligte und Beobachter wieder zusammen und blicken auf die Weichenstellung in den Jahren 1989/1990 und den Folgejahren zurück.

Eine Veranstaltung des Kulturbüro Görlitz in Kooperation mit dem Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz, gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Förderprogramms »Revolution und Demokratie«.