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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

© SMG 2019 

 

"Kopf und Zahl" - Die Sonderausstellung ist ein Magnet für Kinder

Seit der Eröffnung der Sonderausstellung „Kopf und Zahl - Geschichte des Geldes in Schlesien“ kann die Museumsbildung hinsichtlich der Resonanz auf ihre Angebote rund um das Thema Geld eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen. Knapp 380 Kinder und Jugendliche wurden von Ausstellungsbeginn im Mai bis Ende Oktober mit zwei verschiedenen Programmen zur Thematik Münzen und Medaillen erreicht. Ob im Klassenverband, als Feriengruppe oder zusammen mit Eltern oder Großeltern bei einem Ferienangebot, die Kinder kamen und merkten oft nicht, wie schnell die Zeit überschritten war.

Das erste Programm läuft unter dem Titel „Euro mit Kopf und Zahl“ und schlägt von alten Münzen, die in Schlesien gefunden wurden und in der Ausstellung präsentiert werden, einen Bogen zu unserer aktuellen Währung, dem Euro. Der Bezug zur Lebensrealität ist damit bestens gegeben und so fesselt das Thema Numismatik schnell die Gäste.

Die Besucher können nicht nur eine „Euro-Reise“ erleben, in der Münzen auf einer Europakarte den verschiedenen Ländern zugeordnet werden, sondern gleichzeitig Kenntnisse aus den Bereichen Geographie, Geschichte und Fremdsprachen testen. Die vielen verschiedenen Münzen aus Deutschland sind die Grundlage für ein Quiz, in dem die Motive der Bundesländermünzen zu passenden Postkarten zugeordnet werden. Eine Aufgabe, die nicht nur die jüngeren Besucher ins Schwitzen bringt.

Das Geld wird bei diesem Programm im wahrsten Sinne des Wortes in die Hand genommen. Hier wird auch das „Geheimnis“ gelüftet, wie blinde Menschen Münzgeld erkennen, sich nicht verzählen und korrekt bezahlen ohne hinzuschauen. Ein zweites Programm läuft unter dem Motto „Der schöne Schein“. Auch hier werden Kinder angesprochen über den schönen „Schein“ des Geldes nachzudenken und die ästhetische Erscheinung von Banknoten genauer zu betrachten. Unterstützung bekommt das Museum von einer freien Mitarbeiterin, die als „Zauberkathrin“ auf magische Weise Geld vermehren kann und mit ihren Kunststücken Groß und Klein in ihren Bann zieht.

Das Interesse an beiden Programmangeboten ist ungebrochen. Es ist schön zu erleben, wie kreativ Kinder bei diesem Thema denken, argumentieren und selbst Ideen entwickeln. Höhepunkte sind nicht nur über 60 „exotische“ Geldscheine aus aller Welt, die aktuell im Umlauf sind, sondern die Präsentation  von der kleinsten bis zur größten Eurobanknote mit Überraschungen. Beiden Programmen ist gemein, dass Objekte nicht nur in Augenschein genommen werden, sondern auch zwischen den eigenen Findern klingen oder knistern. Diese Nähe kommt an und fesselt die Besucher immer wieder. Bis zum Ende der Sonderausstellung sind beide Programme weiterhin buchbar und als Ferienangebot für junge Museumsbegeisterte und Neugierige zu erleben. Zum Großeltern-Enkel Tag am 19. Januar 2020 wird „Zauberkathin“ im Museum mit einem eigenen Programm auftreten.

Matthias Voigt