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Freitag, 14. September 2018, 19 Uhr
Buchvorstellung: Wiesenstein von und mit Hans Pleschinski

Am 14. September 2018 liest Hans Pleschinski aus seinem Buch „Wiesenstein“ im Schlesischen Museum zu Görlitz.

Mit "Wiesenstein" ist dem Münchener Autor ein großartiger Roman über Gerhart Hauptmann und seinen letzten Lebensabschnitt zwischen Februar 1945 und Mai 1946 vor dem Hintergrund des Untergangs des Dritten Reichs gelungen. Wiesenstein heißt die Villa des Dichters in Agnetendorf im Riesengebirge, sein Refugium und Mittelpunkt des Buches. Heute befindet sich dort das Gerhart-Hauptmann-Haus in der Trägerschaft des Hirschberger Stadtmuseums. Hans Pleschinski wird dort, am Schauplatz des Geschehens, am Tag nach der Lesung in Görlitz erstmals aus seinem Roman lesen.

Der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1912 wurde bereits in den 1890er mit seinen naturalistischen und sozialkritischen Dramen berühmt geworden. Die schnell erfolgten Übersetzungen und Inszenierungen machten ihn international zu einem der führenden zeitgenössischen Dramatiker. Der „Gewerkschafts-Goethe“ genoss seinen Status, den Ruhm, Reichtum und Luxus. Bekannt war seine Schwäche für guten Wein. Allein von seiner Lieblingssorte, den Ihringer, bestellte er rd. 450 Flaschen pro Jahr. Die Kaiserstühler Winzergenossenschaft Ihringen e.G., die Nachfolger von der Winzerfamilie, die Gerhart Hauptmann beliefert haben, hat für die Gäste der Lesung seinen Lieblingswein gesponsert.

- Eine Veranstaltung der Kulturreferentin und des Senfkorn-Verlags

- Schlesisches Museum, Eingang Fischmarkt

- Eintritt: 3 Euro (inkl. Gerhart Hauptmanns Lieblingswein)

- Fot. Hans Pleschinski © C.H. Beck

- Aus dem Klapptext des Buches: Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.
Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?
Hans Pleschinskis erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman, gleich einem deutschen „Vom Winde verweht“.