Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Der Sitz von Radio Wrocław. Fot. wikipedia 

Sonntag, 27. Oktober 2019, 15 Uhr
Die »Schlesische Funkstunde« in Breslau als Avantgarde der Rundfunkgeschichte - Vortrag von Dr. Roswitha Schieb.

Wo heute Radio Wrocław seinen Sitz hat, dort wurde in den 1920er Jahren die Rundfunkgeschichte geschrieben. Im Mai 1924 nahm in Breslau der Sender „Schlesische Funkstunde“ der gleichnamigen privaten Hörfunkgesellschaft den Betrieb auf. Zwischen 1925 und 1933 avancierte die "Schlesische Funkstunde" zu einer der innovativsten und kulturell anspruchsvollsten Sendungen in den Anfangsjahren des deutschen Rundfunks. Der engagierte Intendant Friedrich Bischoff holte ambitionierte Künstler wie den Komponisten Edmund Nick, Schriftsteller wie Erich Kästner und Klabund oder den Regisseur Max Ophüls an den Sender. Hier entstand das erste deutsche Hörspiel. Roswitha Schieb wird in ihrem Vortrag nicht nur über die neuartigen, avantgardistischen Mittel der frühen Rundfunksendungen berichten, sondern sie auch durch das Einspielen von originalen Hörbeispielen verlebendigen.

Roswitha Schieb (Jg. 1962) studierte Germanistik und Kunstwissenschaften in Köln und Berlin und promovierte 1993 über die Körperideologie des Nationalsozialismus ("Das teilbare Individuum", 1997). Sie veröffentlichte auch verschiedene Bücher zu Schlesien und Breslau: Reise nach Schlesien und Galizien. Eine Archäologie des Gefühls (2000), Literarischer Reiseführer Breslau (2009), Jeder zweite Berliner. Schlesische Spuren an der Spree (2012) und anlässlich der Kulturhauptstadt Europas Breslau/Wrocław 2016 den Kunstführer Breslau/ Wrocław. Ein kunstgeschichtlicher Rundgang durch die Stadt der hundert Brücken (2015).

Der Vortrag von Dr. Roswitha Schieb findet am Sonntag, 27. Oktober 2019, 15 Uhr im Rahmen des Museumsfestes statt. Eintritt zum Fest: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, für Inhaber der SZ-Card Eintritt frei.