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Die Autorin Lisa Höhenleitner. Fot. Jerzy Wypych. 

Donnerstag, 28. November 2019, 18 Uhr
Buchvorstellung mit Lisa Höhenleitner und Volkmar Umlauft

Das Oppenheim-Haus. Ein Bürgerhaus erzählt Breslauer Geschichte.

Die Autorin Lisa Höhenleitner und Volkmar Umlauft stellen "Das Oppenheim-Haus" vor, die faszinierende Biografie eines Hauses am Breslauer Saltzmarkt, das sinnbildhaft für die verwobene deutsche, jüdische und polnische Geschichte der Stadt steht.

Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges machten Breslau zu einem Trümmerfeld. Doch heute bewegt man sich wieder in einer modernen Stadt, aus deren Zentrum seit ihrer Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 die grauen Ecken verschwunden sind. Am Salzmarkt 4 überstand das Oppenheim-Haus wie durch ein Wunder das Inferno der letzten Kriegstage. Heute präsentiert es sich in neuem Glanz, und die Vision eines Begegnungsortes für Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft wird hier Realität. Das imposante Barockgebäude mit der markanten Fassade hat eine reiche Historie. Teile der Bausubstanz reichen bis ins Mittelalter zurück. Kurz nach der Wende zum 19. Jahrhundert etablierte sich von hier aus Heymann Oppenheim zu einem der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Stadt. Hier entstand einer der wichtigsten Handelsplätze Breslaus. Leistungsfähige Geschäftshäuser der Stadt fanden hier ihren Ort. Doch schon nach dem Ersten Weltkrieg setzte der äußerliche Zerfall des Hauses ein. Der Standard des Wohnhauses sank, Ein- bis Zweiraumwohnungen für Arbeiterfamilien wurden eingerichtet. Auch in den Jahrzehnten der Volksrepublik Polen hofften die Bewohner vergeblich auf Erneuerungsarbeiten. Erst zwischen 2013 und 2017 konnte im letzten Moment die imponierende historische Substanz gerettet werden.
Aus Zeitzeugenaussagen, Dokumenten und historischen Recherchen rekonstruiert Lisa Höhenleitner die Biografie dieses Gebäudes, das sich seit 2018 als deutsch-polnisches Kultur- und Begegnungszentrum neu erfindet.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats in Kooperation mit dem Senfkorn Verlag // Eintritt 3 Euro // Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5.