Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Basaltsäulen im Steinbruch auf dem Wolfsberg bei Goldberg. Fot. A. Paczos 

Der Probsthainer Spitzberg (Ostrzyca Proboszczowicka) im Land der erloschenen Vulkane © Rimlight Studio & Sudecka Zagroda Edukacyjna 

Das Geo-Zentrum Sudeten Bildungshof in Dobkow © Rimlight Studio & Sudecka Zagroda Edukacyjna 

Samstag, 22. Juni 2019
Im Land der erloschenen Vulkane - Exkursion.

Jeder Görlitzer weiß, dass die Landeskrone Rest von einem ehemaligen Vulkan ist. Weniger bekannt, obwohl spektakulärer, sind die Vulkane im Zittauer- und Lausitzer Gebirge. Fast keiner kennt aber die schlesischen Vulkane. Ähnlich wie die böhmischen und oberlausitzischen sind sie seit langer Zeit still. Besondere Anhäufung von Spuren vulkanischer Tätigkeit gibt es im Vorland des Bober-Katzbach-Gebirges. Sie stammen aus drei Epochen. Die ältesten Laven entstanden am Boden des ehemaligen Ozeans vor etwa 500 Mio. Jahren, mittlere dagegen auf dem Festland vor ca. 270 Mio. Jahren und bilden heute steile Porphyrkuppen. Die jüngsten Vulkane waren hier aktiv im Tertiär vor ca. 20 Mio. Jahren. Sie haben basaltische Lava gespien. Abkühlend nahm sie oft die Form von fünf- oder sechseckigen Säulen. Die schönsten Basaltsäulen sind auf Wilcza Góra (Wolfsberg) bei Złotoryja (Goldberg) zu sehen. Aus Basalt ist auch Grodziec (Gröditzberg) mit einer mittelalterlichen Burgruine auf dem Gipfel und Ostrzyca Proboszczowicka (Probsthainer Spitzberg) gebaut. Der letztgenannte Berg wird dank seiner regulären Kegelform auch „schlesische Fudschijama“ genannt. Vor ein paar Jahren entstand in Dobków (Helmsdorf) am Fuße von Góry Kaczawskie (Bober-Katzbach-Gebirge) ein modernes Geozentrum, in dem die Besucher viel über die Vulkane lernen können. Und sogar ein Erdbeben erleben!Route: mit dem Bus nach Złotoryja (Goldberg), zu Fuß auf Wilcza Góra (Wolfsberg), mit dem Bus nach Sędziszowa (Röversdorf), zu Fuß zu Organy Wielislawskie (Große Orgel), mit dem Bus nach Lubiechowa (Hohenliebental), zu Fuß zum Steinbruch, mit dem Bus nach Dobków (Klein Helmsdorf), Besuch im Ekozentrum, Mittagessen, Fahrt nach Myslinów (Jegerdorf) zu Fuß nach Myslibórz (Moisdorf), mit dem Bus zurück nach Görlitz. Bus ca. 260 km, zu Fuß ca. 7 km.

Die Exkursion ist ein Angebot des Kulturreferats für Schlesien am Schlesischen Museum und des Görlitz-Tourist // Reiseleitung: Andrzej Paczos // Teilnahmebeitrag: 50 Euro, darin enthalten sind: Transport, Reiseleitung, Eintritte, einfaches Mittagessen // Information und Anmeldung unter: 49 3581 764747, m.buchwald@goerlitz-tourist.de

Veranstaltungshinweis: Am 13. Juni 2019 um 18 Uhr hält Marcin Jaskiewicz, Geologe und Mitarbeiter am Geo-Zentrum in Dobkow, einen Vortrag zum Thema "Schlesien - ein Land der erloschenen Vulkane?"