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Am Anfang des Kurwesens in Bad Flinsberg steht die Legende vom toten Frosch, der im Quellwasser liegend den Verwesungsprozessen trotzte. Der Frosch ist deswegen omnipräsent in Bad Flinsberg. Hier einer der vier Frösche am Brunnen am Ende der Kurpromenade, in der Nähe des alten Kurhauses. Fot. A. Bormann 

Donnerstag, 10. Januar 2019, 18 Uhr 

Zur Kur nach Schlesien! Die Entwicklung des Kurtourismus in Bad Flinsberg und Bad Warmbrunn. Ein Vortrag von Andrzej Paczos.

In einem kulturgeschichtlichen Vortrag stellt der Geograph und Reiseleiter, Andrzej Paczos, die Geschichte der größten Kurorte der Westsudeten vor. Hier wurden die besonderen Quellen bereits im 12./13. Jahrhundert entdeckt. Der Kurtourismus entwickelte sich seit dem 16. Jahrhundert zunächst langsam und erlebte im 19. Jahrhundert schnellen Aufschwung und seine Blütezeit.

Das verbindende Element der sonst sehr unterschiedlichen Orte sind sagenumwobene Anfänge der Entwicklung – mit einem Tier in der Hauptrolle. Nach einer Legende soll die Heilquelle von Warmbrunn schon im Jahre 1175 auf einer Jagd von Herzog Bolesław I. entdeckt worden sein, als die Jagdgesellschaft den getroffenen Hirsch in einer dampfenden Quelle fand. Laut der vom Herzog veranlassten Untersuchung soll die Quelle heilkräftige Wirkung besitzen und die ersten Heilung Suchenden sind bereits im Jahre 1180 schriftlich belegt.

Was der Hirsch für Warmbrunn, das ist der Frosch für Bad Flinsberg - allerdings erst vier Jahrhunderte später. Während eines Spaziergangs beobachtete der sich damals in Bad Flinsberg aufhaltende Berliner Arzt Leonard Thurneyssen bei einer Quelle einen toten Frosch. Beim nächsten Spaziergang stellte er mit Verwunderung fest, dass bei diesem Frosch keine Verwesung einsetzte. Von dieser Tatsache neugierig gemacht, schrieb er 1572 eine kurze Notiz über die Flinsberger Mineralwasser und ihre heilenden Eigenschaften. Dennoch wurde erst auf den Auftrag des Grafen Schaffgotsch hin im Jahr 1739 eine ärztliche Kommission ernannt, um die chemischen Bausteine des Wassers genauer zu untersuchen und schlussendlich ihre heilende Wirkung zu beweisen.

Wie die Geschichte an beiden Orten weiter geht, wie sie sich zu angesehenen Kurorten entwickelten und was sie heutzutage anzubieten haben, wird der Geograf und Reiseleiter Andrzej Paczos in diesem Vortrag erläutern.

Termin: 10.01.2019 um 18 Uhr im Schlesischen Museum zu Görlitz. Eintritt 3 €.

Hinweis: Wie die beiden Kurorte heute aussehen und wie man hier heutzutage kurt, können Sie bei der Exkursion am 12. Januar 2019 erfahren.