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Medaille "Krieg" aus der Reihe "Die Apokalyptischen Reiter", Medailleur: Theodor von Gosen, 1914, Bronzeguss, Foto: SMG 

Vortragsreihe II
in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz

„Mehr denn ganz verheeret“. Krieg und Frieden in der Geschichte Schlesiens

Das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren hatte für Schlesien dramatische Veränderungen zur Folge. Dies gibt Anlass, die Bedeutung von Krieg und Frieden aus regionaler Perspektive darzustellen: für die politische Geschichte Schlesiens, die Kunst und das Kunsthandwerk.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Schlesischen Museums treten in fünf Vorträgen auf.  

Eintritt: 6,50 € (inkl. individueller Museumsbesuch am Folgetag)
Anmeldung: +49 3581 420980, 
 info(at)vhs-goerlitz.de

 

Termine: jeweils 17 Uhr 
im Schlesischen Museum, Brüderstraße 8

Mittwoch, 24. Oktober
Dr. Markus Bauer: Vom Schlachtenlärm und Schweigen der Waffen – Schlesien in Krieg und Frieden

Von den europäischen Machtzentren aus gesehen, war Schlesien ein Randgebiet. Dennoch wurde die Auseinandersetzung um die Vorherrschaft in Mitteleuropa immer wieder hier ausgetragen. Und die Friedensschlüsse wirkten oft noch nachhaltiger als die Kriegsverheerungen, die ihnen vorausgingen. 

Mittwoch, 14. November
Michalina Cieslicki: Mittendrin und doch außen vor – Schlesien im Dreißigjährigen Krieg

Vor 400 Jahren kam es zum Zweiten Prager Fenstersturz - der Auftakt des Dreißigjährigen Krieges. Der Vortrag zeigt, dass Schlesien weniger Akteur und doch stark betroffen war. Die religiösen und machtpolitischen Konflikte wurden auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen, die Zerstörung, Seuchen und Hunger erleiden mussten. 

Mittwoch, 12. Dezember
Dr. Martina Pietsch: Schlesien 1918-1939 – Vom Friedensschluss zum Beginn des Zweiten Weltkrieges

Der Vortrag zeigt die territorialen Verluste Deutschlands infolge des Ersten Weltkrieges auf und geht auf Tragweite der Teilung Oberschlesiens ein. Hier war innen- und außenpolitischer Zündstoff entstanden, der auch die Beziehungen zu dem am 11.11.1918 neu gegründeten polnischen Staat prägte. An der umstrittenen deutsch-polnischen Grenze in Oberschlesien begann am 1.9.1939 der Zweite Weltkrieg.

Mittwoch, 9. Januar 2019
Dr. Johanna Brade: Friedenssehnsucht: Bildbotschaften der Künstler aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Der Vortrag stellt die Beziehung der bildenden Künstler zum Kriegsgeschehen vor. Viele von ihnen begrüßten den Krieg 1914 als reinigende, befreiende Kraft und Ausweg aus der Enge der wilhelminischen Gesellschaft, die sie als extrem lähmend empfanden. Die Realität des Krieges holte sie jedoch schnell ein. Am exemplarischen Beispiel wird erläutert werden, wie einige Künstler bereits früh zu Kriegsgegnern wurden und mit schockierenden Bildern gegen die Kriegseuphorie zu wirken versuchten. Daneben werden Anti-Kriegsbilder mit religiösen Motiven als Bilder des Trostes und Aufforderung zum Neuanfang vorgestellt.

Mittwoch, 13. Februar 2019
Dr. Martin Kügler: Kunsthandwerk unter dem Einfluss von Krieg und Frieden in der Zeit der Schlesischen Kriege

Die schlesischen Kriege (1740-1763) brachten viel Leid und Zerstörungen nach Schlesien. Im Zuge der preußischen Kriegspropaganda entstanden zahlreiche Grafiken und kunsthandwerkliche Artikel aus Glas, Keramik, Porzellan, Textilien und Metall, die von den Ereignissen und Lebensumständen berichten und die veränderten politischen Verhältnisse bezeugen. Am Ende stand die landesweite Freude über den Friedenschluss von Hubertusburg 1763, die ebenfalls im Kunsthandwerk ihren Niederschlag fand.