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Zeithistorische Fachtagung:

Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Schlesien und  im Sudetenland - Persönlichkeiten und Zukunftskonzepte

Köln, Maternushaus, 15./16. Oktober 2018 

Die Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus war zunächst vor allem eine Geschichte des Scheiterns. Auch die Überlebenden der Verschwörung des 20. Juli machten die Erfahrung, dass noch in den 1950er Jahren ein Drittel der Bevölkerung das Attentat missbilligte. Eine wesentliche Veränderung brachten erst die in den 1960er Jahren beginnenden Zeitzeugentagungen. Die Öffnung der Widerstandsbetrachtung in der wissenschaftlichen Zeitgeschichtsforschung hin zu einer Gesellschafts- und Alltagsgeschichte war verbunden mit einer vielfachen Erweiterung der Perspektiven und einer daraus abgeleiteten Differenzierung des Widerstandsbegriffs. Neben die Erörterung des politisch- militärischen Widerstands trat jetzt die Diskussion um einen nach Stufen differenzierten Begriff. In der Rezeptionsgeschichte veränderte sich – in den beiden deutschen Staaten höchst unterschiedlich – die Beurteilung als Verrat über Mythenbildung und moralische Vorbildfunktion bis zur wissenschaftlichen Differenzierung und konfliktiven geschichtspolitischen Instrumentalisierung. In der Debatte um den Widerstand spiegeln sich auch die verschiedenen Urteile über das mit ihm verbundene Zukunftspotential. An diesem Punkt beginnt die Fragestellung dieser Tagung. Sie will die
Konzepte und Vorstellungen der Oppositionellen bzw. der Persönlichkeiten des Widerstands in Oberund Niederschlesien und im Sudetenland für die „Zeit danach“ herausarbeiten und den Wegen und Umwegen im Umgang mit diesem Widerstand nachgehen. Die Tagung soll den Auftakt bilden für eine den Widerstand in weiteren Regionen des Ostens beleuchtende Reihe.

Weitere Informationen und Programm finden Sie unter:  www.kulturstiftung-der-deutschenvertriebenen.de und  www.kulturportal-west-ost.eu