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Hans Pleschinski © C.H. Beck 

Hans Pleschinski liest in Görlitz und Agnetendorf aus seinem jüngsten Roman „Wiesenstein“.

Fesselnd und facettenreich erzählt der Münchener Autor über Gerhart Hauptmann und seinen letzten Lebensabschnitt zwischen Februar 1945 und Mai 1946 vor dem Hintergrund des Untergangs des Dritten Reiches. Wiesenstein heißt die Villa des Dichters in Agnetendorf im Riesengebirge, sein Refugium und Mittelpunkt des Buches. Heute befindet sich dort das Museum Gerhart-Hauptmann-Haus in der Trägerschaft des Hirschberger Stadtmuseums. Am Tag nach seiner Lesung in Görlitz wird Hans Pleschinski auch am Schauplatz des Geschehens aus seinem Roman vortragen.

Die Lesungen mit Hans Pleschinski sind Veranstaltungen der Kulturreferentin für Schlesien in Kooperation mit dem Senfkorn-Verlag und dem Ars Augusta e.V.

Termine:
14.09.2018, 19 Uhr, Schlesisches Museum, Eingang Fischmarkt, Eintritt: 3 Euro (inkl. Gerhart Hauptmanns Lieblingswein)

15.09.2018, 17 Uhr, Museum Gerhart-Hauptmann-Haus Agnetendorf, Eintritt frei

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Aus dem Klappentext des Buches: Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.
Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?
Hans Pleschinski erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman, gleich einem deutschen „Vom Winde verweht“.

Cover des Buches 

Neuerscheinung

Hans-Werner Retterath (Hrsg.): Germanisierung im besetzten Ostoberschlesien während des Zweiten Weltkriegs, 2018

Schriftenreihe des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Band 20, 308 Seiten, broschiert, mit zahlreichen Abbildungen, 34,90 €,  ISBN 978-3-8309-3828-6

Was bei der „Aktion Saybusch“ im Herbst 1940 für die deutschstämmigen Umsiedler aus Ostgalizien und der Nord-Bukowina ein freundliches Willkommen sein sollte, bedeutete für viele Polen im Kreis Saybusch (Żywiec) die Vertreibung aus ihren Häusern und Höfen. Diese Aktion lenkt den Blick auf die Verhältnisse in Ostoberschlesien als Teil der „eingegliederten Ostgebiete“ während der deutschen Okkupation im Zweiten Weltkrieg. Bisher wurde dieser Zeitraum für diese Region von deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fast gar nicht untersucht und die Forschungen polnischer Kolleginnen und Kollegen kaum zur Kenntnis genommen. Der vorliegende Band geht diesen Missstand interdisziplinär und gemeinsam mit polnischen Forscherinnen und Forschern an. Dazu wird nach einem Überblick über die Umsiedlungen im Allgemeinen die Germanisierung in Ostoberschlesien anhand der Themen Biopolitik, Kontrolle der Bevölkerung, Verhängung von Sanktionen und Identitätsmanagement behandelt. Weitere Beiträge thematisieren die polnische Untergrundpresse, den Verbleib der vertriebenen Polen ab 1945 und die Erinnerungskultur der Umgesiedelten.

Mit Beiträgen von Wolfgang Kessler, Jan-Michael Dunst, Miroslaw Sikora, Steffen A. Wasko, Jan Iluk, Hans-Werner Retterath, Lukasz Iluk, Artur Caputa, Malgorzata Goc, Gaëlle Fisher

Bestellungen per E-Mail:  waxmann[at]brocom.de

 

 

25.10.2018, 18 Uhr
Robert Lorenz: Schlesische Metamorphosen

Nach 1990 erlebte das Bekenntnis zu einer schlesischen Identität in Görlitz und seinem Umland großen Zuspruch. In der östlichen Oberlausitz entstand zeitweilig eine schlesische politische Bewegung. Geschichte und Perspektiven des Schlesischen wurden diskutiert – mit überregionaler Ausstrahlung. Der Ethnologe und Autor Robert Lorenz stammt aus der Oberlausitz und hat nun seine Forschungsergebnisse veröffentlicht.

  • In Kooperation mit dem Domowina-Verlag Bautzen
  • Eintritt: 3 Euro
  • Ort: Schlesisches Museum zu Görlitz

 

Die 4. Auflage des berühmten Schlesien-Buches gerade erschienen.

Arne Franke: Das schlesische Elysium - Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Parks im Hirschberger Tal

"Das Buch lädt zum bloßen Genießen ein, man ist schon ein wenig dort, bevor man vielleicht wirklich hinfährt." SR2 Kulturradio 

Im Hirschberger Tal entstand in Jahrhunderten eine Kulturlandschaft von europäischem Rang, in der sich auch preußische Könige ihre Sommersitze errichteten. Der reich bebilderte kunsthistorische Führer widmet sich jedem Objekt mit einer Beschreibung sowie einem kurzen Abriss seiner Geschichte, ergänzt durch allgemeine touristische Hinweise und Anfahrtsbeschreibungen.   

Arne Franke studierte in Frankfurt/Main Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Architekturgeschichte und Denkmalpflege. Er ist in den Kulturregionen Ostmitteleuropas als Studienreiseleiter und Fachautor tätig und konzipierte als Kurator mehrere zweisprachige Ausstellungen, darunter "Das Tal der Schlösser und Gärten. Das Hirschberger Tal in Schlesien. Ein gemeinsames Kulturerbe" und "Kirchenburgen in Siebenbürgen".

Termin:

Bebilderte Buchpräsentation der 4., gerade erschienenen Auflage des Kulturreiseführers mit Autor Arne Franke und musikalischer Begleitung von Deep Talk am Dienstag, 18.09.2018, 19 Uhr, in:

Anneliese-Geseke-Musik- und Kulturhaus
Gustav-Heinemann-Straße 1a
50374 Erftstadt