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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Der Kulturherbst mit moderner und mittelalterlicher Kunst

In diesem Herbst finden zwei attraktive Kunst-Präsentationen im Schlesischen Museum statt: Den Auftakt macht die Sonderausstellung „Alexander Camaro und Breslau – eine Hommage“ (Vernissage 18.10.). Der als Alexander Kaczmarofski (1901–1992) in Breslau geborene Künstler gilt als der bedeutendste Schüler des legendären Expressionisten Otto Mueller. Es lag daher na-he, sein Schaffen parallel zu einer in Berlin statt-findenden Otto-Mueller-Schau zu würdigen. Im
Mittelpunkt stehen die vielfältigen Inspirationen für Camaros Werk durch die ebenso poetischen wie geheimnisumwitterten Welten seiner Breslauer Erinnerungsorte. Die Ausstellung wurde von der Berliner Camaro Stiftung initiiert und gemeinsam erarbeitet.

Ab dem 2. November wird der Quaternio Verlag Luzern das Faksimile des „Breslauer Psalters“ in Görlitz vorstellen. Die um 1256 entstandene und heute im Fitzwilliam Museum (Cambridge) auf-bewahrte Handschrift begeistert durch ihre überaus prächtige und erzählfreudige Ausstattung der 150 Psalmen. Bei ihrer Entstehung wirkten italienische und schlesische Buchmaler mit deutschen Schreibern zusammen. Auftraggeberin war vermutlich Anna von Böhmen (1204–1268), die Schwiegertochter der Hl. Hedwig. Es ist für das Museum eine einmalige Gelegenheit, mittelalterliche Bilderwelten auf hohem Niveau zu zeigen.

Die Projekte werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und mitfinanziert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Das Camaro-Projekt wird außerdem mitfinanziert durch Projektmittel des Sächsischen Staatsministeriums des Innern.

Johanna Brade