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Der Breslauer Psalter – Glanzlicht europäischer Buchkunst

Blick in den „Breslauer Psalter“; © Breslauer Psalter | Nach der Faksimile-Edition des Quaternio Verlags Luzern

Faksimile-Präsentation des Quaternio Verlags Luzern 3.11. - 25.11.2018

Der Quaternio Verlag Luzern stellt erstmals in Deutschland seine neueste Faksimile-Edition vor: den kostbaren Breslauer Psalter. Die um 1265 entstandene Handschrift aus dem berühmten Fitzwilliam Museum in Cambridge (UK) begeistert durch ihre überaus prächtige und erzählfreudige Ausstattung. Für die 147 Blätter wurden insgesamt 36 Kalenderbilder, 28 ganzseitige Miniaturen, 10 ganzseitige Zierinitialen, 168 Miniaturen auf den Seitenrändern und zahllose andere Schmuckelemente geschaffen – alles in leuchtenden Farben und vieles auf funkelndem Goldgrund.

Auftraggeberin der Handschrift war vermutlich Anna von Böhmen (1201/04–1265), die Schwiegertochter der Hl. Hedwig. Der Anlass könnte die Heirat ihres Sohnes Heinrich III. von Schlesien-Breslau mit Helene von Sachsen gewesen sein. Als Herstellungsort kommt das Kloster Leubus in Frage, das im 13. Jahrhundert in Schlesien als einziges solche Handschriften anfertigte. Der Psalter ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den kulturellen Austausch zwischen Ost und West, Süd und Nord, denn er verbindet Elemente aus sächsischen, thüringischen und fränkischen Handschriften mit französischen und italienischen Schmuckformen.

Die Präsentation bietet die einmalige Gelegenheit, die einzelnen Seiten der Handschrift mit ihren vielen Details aus nächster Nähe zu betrachten und sogar im originalgetreuen Faksimile-Band zu blättern. Umrahmt wird die Schau mit fachkundigen Informationen der beteiligten Wissenschaftler. Im Anschluss wird ein Exemplar des Psalters in der Dauerausstellung des Schlesischen Museums zu sehen sein.