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Rückblick

Konferenz: NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation in Schlesien

Vom 8. – 10. Juni 2018 fand unter der Schirmherrschaft der Brüder- und Schwesternschaft Martinshof e.V. die Frühjahrstagung des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation statt. Einzelne Beiträge sollen online veröffentlicht werden. Nähere Informationen:  www.ak-ns-euthanasie.de

Aus der Ankündigung der Tagung:

Die ehemalige preußische Provinz Schlesien verfügte in der Zeit des Nationalsozialismus über eine Vielzahl privater, konfessioneller und staatlicher Heil- und Pflegeanstalten. In ihnen waren mehrere tausend Psychiatriepatienten und weitere pflegebedürftige Personen untergebracht. Heute ist weder über diese Orte noch über die darin untergebrachten Personen viel bekannt. Gleiches gilt hinsichtlich der Umsetzung der nationalsozialistischen Gesundheits- und Bevölkerungspolitik sowie der NS- „Euthanasie“ und Zwangssterilisation in dieser Region. Erst seit wenigen Jahren gibt es Bestrebungen, diese Forschungslücke zu schließen. Im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung des Arbeitskreises zur Erforschung der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation sollen nun die ersten Ergebnisse anhand verschiedener Vorträge sowie einer Wanderausstellung präsentiert werden. Ziel der Konferenz ist es, auf das Schicksal der schlesischen Psychiatriepatienten während der NS-Zeit aufmerksam zu machen und gleichsam Forscher, Interessierte und Angehörige zusammenzubringen.

Oma kommt aus Schlesien. Die Erinnerungen der zweiten Generation
Ein Seminar für die Kinder und Enkel von Vertriebenen und alle Interessierten

13.-14. Oktober 2018, Königswinter-Heisterbacherrott, HAUS SCHLESIEN

Herkunftsgeschichten bewegen Familien – bis heute sind Fluchtschicksale dabei von großer Aktualität. Fragen nach Herkunft, Heimat und Identität sind jedoch selten eindeutig zu beantworten, besonders dann, wenn ein Teil der Vorfahren aus einer anderen Region kam. Bis heute hat jeder vierte Deutsche einen direkten familiären Bezug zur Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Für die Kinder der Vertriebenen aus Nieder- und Oberschlesien, die in der Bundesrepublik Deutschland aufwuchsen, standen die Familiengeschichten oftmals in einem Kontrast zu ihrer Lebenswelt. Den Erfahrungen, Erinnerungen und Wahrnehmungen der Vertriebenen und ihrer Nachfahren wollen wir diese Tagung widmen. In Vorträgen und Gesprächsrunden gehen wir den Fragen nach, welche Bedeutung die schlesische Herkunft im Laufe des Lebens hatte und wie mit der Familiengeschichte umgegangen wurde.
Schriftsteller und Wissenschaftler stellen ihre Werke aus unterschiedlichen Perspektiven zum Umgang mit den Erinnerungen an (Zwangs-)Migrationen in Familien und Gesellschaft vor. Moderierte Gesprächsrunden greifen diese Eindrücke auf und bieten ein Forum für die individuellen Sichtweisen und Familiengeschichten.
Das Seminar behandelt exemplarisch anhand der erzwungenen Fluchtsituation aus Schlesien Erfahrungen und Erkenntnisse zum Umgang mit Flucht und Vertreibung in den Familien. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen hat das Thema gleichermaßen Relevanz für den zukünftigen Umgang mit erzwungener Migration.
Die Tagung richtet sich an alle Nachfahren von Vertriebenen. Die Anzahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt.

Ein Seminar von HAUS SCHLESIEN und dem Kulturreferat für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit der VHS Siebengebirge.

Kontakt: Dr. Vasco Kretschmann   kulturreferat(at)oslm.de

Wohnhaus G. Pohls heute, Foto: Verein Fluchtburg e.V. 

"Gerhart Pohls Fluchtburg und ihre Gäste" - Einladung zur 4. Tagung

Am 27. Oktober 2018 findet in Karpacz/Krummhübel die  inzwischen schon 4. Tagung "Gerhart Pohls Fluchtburg und ihre Gäste" statt. Die Veranstaltung beginnt um 13:00 Uhr im Hotel "Artus", nur wenige Schritte vom einstigen Haus des Schriftstellers entfernt. Die Renovierungsarbeiten zur energetischen Sanierung des historischen Wohnhauses Gerhart Pohls aus EU-Fördermitteln haben im Juli 2018 begonnen. Eigentümer des Hauses ist die Evangelisch-Augsburgische Gemeinde Karpacz/Krummhübel, die sich um diese Förderung mit großem Engagement bemüht hatte. Das Programm am 27.10. sieht drei Vorträge vor. Der Kunsthistoriker Kai Wenzel stellt Leben und Werk des Künstlers Johannes Wüsten vor, Michael Schuster, Vereinsvorsitzender, spricht über neue Erkenntnisse aus der „Antifa-Liste“ Gerhart Pohls, die ihm kürzlich durch den Neffen des Schriftstellers übergeben worden ist. Prof. Eberhard Görner spricht anhand seines Dokumentarfilms aus den 1990er Jahren über Freya von Moltke. Zu Beginn des Tages stellt sich der neue Direktor des Gerhart Hauptmann-Hauses,  Janusz Skowroński vor.

 Programm und weitere Informationen zur Anmeldung

Kai Kranich und Dr. Dieter Meyer im Fachgespräch bei der ersten Nachwuchstagung 2016 in Herrenhut. Foto: SMG 

Ausschreibung

Schlesien/Śląsk/Slezsko – Grenzüberschreitende Forschung. Ein Kolloquium für Nachwuchswissenschaftler/innen aus Deutschland, Polen und Tschechien

23.-24. November 2018 Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Deutsch-polnische Beziehungsgeschichte, Verflechtungsgeschichte, Migrationsgeschichte, Biographien von Flüssen und Orten, Literatur- und Sprachgeschichte, Lokal- und Alltagsforschung, Firmengeschichten – alle diese Disziplinen und Forschungsrichtungen berühren Themen, die häufig räumlich auf die mitteleuropäische Region Schlesien/Śląsk/Slezsko bezogen sind. Die Kultur und Geschichte dieser europäischen Region erlaubt vielfältige Perspektiven und Fragestellungen. Diese Tagung möchte zu einem Überblick der laufenden Forschungen mit einem Schlesienbezug unter­schiedlicher Disziplinen beitragen und eine grenzüberschreitende Vernetzung zwischen jungen Wissenschaftler/innen unterstützen.

Die Nachwuchstagung für Doktorand/innen aus Deutschland, Polen und Tschechien fand erstmals 2016 und 2017 in Herrnhut (Sachsen) statt. Nun möchten wir in Königswinter bei Bonn eine weitere Gelegenheit zu einem grenzüberschreitenden Austausch und einer Vernetzung laufender Forschungen bieten. Die Tagung richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktorand/innen aller (geistes-) wissenschaftlichen Fachrichtungen.
Das Programm sieht thematische Sektionen mit Projekt­vorstellungen von ca. 20 Minuten auf Deutsch vor.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 31. Juli 2018 mit einer kurzen Vorstellung Ihres Forschungsthemas und einem Biogramm (max. eine Seite) an  kulturreferat(at)oslm.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden über­nommen. In welcher Höhe ein Zuschuss zu den Reisekosten gezahlt werden kann, können wir erst nach Auswahl der Teilnehmer festlegen.

Eine Veranstaltung der Kulturreferate für Schlesien und Oberschlesien in Kooperation mit der Stiftung Kulturwerk Schlesien und dem Dokumentations- und Informationszentrum von HAUS SCHLESIEN
Diese Tagung wird gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Stiftung Kulturwerk Schlesien.