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Foto ©Eduversum 

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Transnationaler Geschichtsunterricht?

Neue Perspektiven im deutsch-polnischen Geschichtsbuchprojekt „Europa – Unsere Geschichte“  
Fortbildungsworkshop für Lehrerinnen und Lehrer aus Sachsen sowie dem Grenzgebiet

27. Februar 2018, 11:30-15:00 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz

Unter dem Titel „Europa – Unsere Geschichte“ erscheint 2016-2020 eine vierbändige Schulbuchreihe für den Geschichtsunterricht in Deutschland und Polen. Aktuell liegen Band 1: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter (2016) und Band 2: Neuzeit bis 1815 (2017) vor.

Zentrales Anliegen der für den regulären Einsatz in der Sekundarstufe I vorgesehenen Reihe ist es, die europäische Geschichte aus einer neuen, transnationalen Perspektive in den Blick zu nehmen. Traditionelle Europavorstellungen, aber auch didaktisch-methodische Herangehensweisen und unterschiedliche Schulbuchtraditionen werden hinterfragt:

·         Welches didaktisch-methodische Konzept liegt einem Lehrwerk zugrunde, das mehr als einen national gebundenen Zugang zum Unterrichtsgegenstand anbieten möchte?

 ·         Wie können Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Perspektiven sensibilisiert und zum Dialog befähigt werden?

 ·         Welcher Nutzen kann sich daraus ergeben, die europäische Geschichte auch aus den Augen des Nachbarn zu betrachten?

 Einführende Vorträge (Dr. Annemarie Franke, Schlesisches Museum zu Görlitz; Dr. des. Agnieszka Korman, Augustum-Annen-Gymnasium; Christiane Brandau, Georg-Eckert-Institut) geben einen Einblick in Entstehung und Konzeption des Unterrichtswerks sowie deutsch-polnische Kooperationen im Bildungsbereich. In einem Workshopmodul werden die Teilnehmenden die bisher erschienenen Bände auf ihre Praxistauglichkeit prüfen und sich zu Einsatzmöglichkeiten im Unterricht austauschen. Im Vordergrund steht der Erfahrungsaustausch mit Blick auf Inhalte, Methoden und Ziele. Auch die Frage, welchen Mehrwert das Lehrwerk in der deutsch-polnischen Kontaktregion entlang der Grenze bieten kann, soll beleuchtet werden. Den Workshop kommentiert Roberto Jung (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Abteilung für Didaktik der Geschichte).

„Das Schulbuch […] sollte die Vielgestaltigkeit Europas und die Pluralität von europäischen Erinnerungskulturen sichtbar machen und in altersgemäßer Weise den Blick dafür schärfen, wie Geschichte geschrieben und historische Erinnerung konstruiert wird. […] Ein besonderes Anliegen […] besteht ferner darin, zum Perspektivenwechsel anzuregen und über das gemeinsame Lehrbuch kritisches Denken, historische Vorstellungskraft und – basierend auf einem breiteren Wissen über den jeweils Anderen – gegenseitiges Verstehen und Empathie zu fördern.“ 

(Aus den Empfehlungen des Expertenrates für das Projekt „Deutsch-Polnisches Geschichtsbuch“)

Die Lehrwerkreihe „Europa – Unsere Geschichte“ entsteht in einer binationalen Kooperation der Verlage Eduversum (Wiesbaden) und WSiP (Warschau). Die Konzeption des Lehrwerks berücksichtigt die curricularen Vorgaben der deutschen Bundesländer und Polens. Alle Inhalte werden von einem deutsch-polnischen Autoren- und Redaktionsteam erstellt. Herausgegeben wird der Band von der Gemeinsamen deutsch-polnischen Schulbuchkommission in Zusammenarbeit mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, die gemeinsam auch die wissenschaftliche Koordination innehaben.

Ausrichter: Kulturreferentin für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz und Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Kooperation mit dem Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz.

Ort:     Schlesisches Museum zu Görlitz                  

Zeit:     27.02.2018, 11:30-15:00 Uhr

Organisatorisches: Die Teilnahme ist kostenlos. Auf Wunsch kann eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden. Teilnehmende haben bei Interesse die Möglichkeit, die deutschen Bände von „Europa – Unsere Geschichte“ mit einem 50% Preisnachlass zu erwerben. 

Anmeldung: bis 20.02.2018 an Dr. Annemarie Franke,  AFranke(at)schlesisches-museum.de