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Foto: muzeumslaskie.pl 

Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum im Schlesischen Museum Kattowitz

 „Durch Hoffnung alles erreichen… Das Kulturerbe der Reformation in Schlesien” – so heißt eine Ausstellung die derzeit im Schlesischen Museum zu Kattowitz gezeigt wird. Der Fokus dieser Ausstellung liegt auf der Evangelisch-Augsburgischen Kirche und zeigt, dass diese religiöse Bewegung Hand in Hand mit Aktivitäten im Bereich Bildung und Wohltätigkeit ging und großen Einfluss auf die Architektur und Verbreitung des gedruckten Wortes ausübte. Das Augenmerk der Ausstellung in Kattowitz liegt auf der Religion als geistige Erneuerung und ihrem Einfluss auf andere Lebenszweige, wie der Schaffung einer sozialen Gesellschaft, der Traditionspflege, Entwicklung der nationalen Sprachen in der Liturgie, Förderung der Bildung und Kultur. Der Titel der Präsentation wurde dem Luther-Zitat entnommen: „Alles, was in der Welt erreicht wurde, wurde aus Hoffnung getan“. „Es gäbe einen Großteil des materiellen Kulturerbes wie Architektur, Musik, Kunst nicht ohne das Schaffen der Lutheraner in Oberschlesien“ sagte Henryk Mercik von der Bewegung für die Autonomie Schlesiens, Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Schlesien, am Tag der Ausstellungseröffnung.

„Die Ausstellung zeigt das Erbe der Reformation. Ein Erbe bedeutet mehr als nur Geschichte, als materielle Kultur oder Erinnerung. Ein Erbe erzählt von der Vergangenheit, die sich in der Gegenwart spiegelt. Sie findet sich in der Landschaft, der lebendigen Tradition und dem Alltag wieder. Für einen Teil der Schlesier ist dieses Erbe etwas heimisches, sie erkennen darin sich selbst“, so Alicja Knast, Leiterin des Schlesischen Museums zu Kattowitz.
Bei der Ausstellungseröffnung war auch der Kattowitzer Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche, Dr. Marian Niemiec anwesend. „Man darf nicht vergessen, dass Lutheraner wie Hubert von Tiele-Winckler, Friedrich Grundmann und Richard Holtze Kattowitz gegründet haben! Sie waren auch Stifter der Auferstehungskirche – des ersten sakralen Baus der Stadt“, so Bischof Niemiec.

Die Ausstellung kann noch bis 30. April im Schlesischen Museum zu Kattowitz, ul. T. Dobrowolskiego 1, gesehen werden.

(Klaudia Kandzia)

Titelmotiv der Ausstellung und gleichnamigen Broschüre. 

Wanderausstellung "Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder. 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien."

Die Ausstellung auf 15 roll-ups (1,50 x 2 m) wird über das Jubiläumsjahr 2017 hinaus in Polen und Deutschland gezeigt werden. Die Dokumentation zur Ausstellung in deutscher und polnischer Sprache kann gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro im Schlesischen Museum bestellt werden, ebenso wie die CD "Wer singt, betet doppelt" mit Musik und Kommentaren zu 500 Jahre evangelisches Kirchenlied in Schlesien (Preis 5 Euro).

Es gibt noch freie Termine in 2018, folgende Ausstellungsorte sind bereits vereinbart:

07.01. - 10.02. 2018: Isergebirgsgalerie in Kromnów/Krommenau

14.2. - 05.05. 2018: Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf/Jagniątków

07.04. - 17.05.2018: Cottbus, St. Nikolai Oberkirche

18.05. - 22.05.2018: Iserlohn, Tagung der Bundesheimatgruppe Stadt und Kreis Ohlau e.V.

22.06. - 30.08.2018: Regionalmuseum in Jauer (Muzeum Regionalne w Jaworze)

01.09. - 30.09.2018: Ev. Kirchengemeinde St. Jakob in Köthen

02.10.-31.10.2018: Landesarbeitsgemeinschaft Anhalt-Zerbst der Gemeinschaft Evangelischer Schlesier e.V.

Anfragen an  afranke(at)schlesisches-museum.de

Foto: muzeumetnograficzne.pl 

Ausstellung im Ethnographischen Museum Breslau: Tzu a naje lebn

„Zum neuen Leben. Juden in Niederschlesien 1945-70“ heißt eine Ausstellung, die bis zum 11. März im Ethnographischen Museum in Breslau gezeigt wird. Diese polenweit einzigartige Präsentation dokumentiert das jüdische Leben in Niederschlesien nach Kriegsende. Gezeigt werden Dokumente aus Beständen der Judaistik-Fakultät der Universität Breslau, der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Juden in Polen, des Jüdischen Historischen Institutes Emanuel Ringelblums aus Warschau, des Warschauer POLIN-Museums sowie des Ossoliński-Institutes und des Zentrums „Erinnerung und Zukunft“ aus Breslau.
Dokumente, Fotos oder Veranstaltungsplakate aus Privatsammlungen schlesischer Juden erzählen ihren Alltag in Niederschlesien.
Begleitend zur Ausstellung ist eine zweisprachige (Polnisch-Englisch) Publikation, herausgegeben durch das Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) und unter der Redaktion von Tamara Włodarczyk entstanden. Im Buch werden Erinnerungen von vier niederschlesischen Juden dokumentiert und von zwei, die im März 68 „vertrieben“ wurden und heute in der Schweiz und in Israel leben.

Foto aus dem Katalog: Ku nowemu życiu. Żydzi na Dolnym Śląsku w latach 1945–1970, Towards new life. Jews in Lower Silesia in 1945-1970, edited by Tamara Włodarczyk, Muzeum Narodowe we Wrocławiu 2017 

 

Typisch schlesisch!?  Regionalbewusstsein und schlesische Identitäten
Ausstellung in Haus Schlesien vom 15. Oktober 2017 bis 28. Februar 2018

Mit „Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?“ veröffentlichte der deutsche Philosoph Richard David Precht im Jahr 2007 ein Sachbuch zu Fragen der Philosophie, das zu einem Bestseller und dessen Titel bald zum geflügelten Wort wurde, gerne auch in der ein oder anderen Abwandlung des Originaltitels. Eine solche bietet sich auch bei der Frage nach dem regionalen Zugehörigkeitsgefühl und der Identifikation mit der Region Schlesien an. Mit der Frage nach der „Schlesischen Identität“ befasst sich die neue Sonderausstellung im HAUS SCHLESIEN mit einem erweiterten Blickwinkel. Ganz bewusst geht die Ausstellung nicht nur auf die Identität der vertriebenen Schlesier ein, sondern fragt über Zeit- und Landesgrenzen hinweg wer sich, warum mit Schlesien identifiziert.
Die zweisprachige Ausstellung ist ein gemeinsam mit sechs polnischen Partnerinstitutionen erarbeitetes Projekt und verfolgt mit diesem binationalen Ansatz die Absicht, in Deutschland bzw. Polen die Sichtweise der jeweils Anderen zu verdeutlichen und zur gegenseitigen Verständigung beizutragen.

Öffnungszeiten der Ausstellungen
Di-Fr 10-12 und 13-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 11-18 Uhr
kultur@hausschlesien.de | www.hausschlesien.de