Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

Ingo Wobst, Fotos (2): René Pech 

Modell des Görlitzer Bahnhofs von 1917 

Anlieferung des Modells am 20./21.7.2017 im Museum, Foto: SMG 

Ein Architekturmodell von der Görlitzer Bahnhofsanlage ist erstmals vollständig in der Sonderausstellung "Achtung Zug!" zu sehen

Seit 2003 arbeitet der gebürtige Görlitzer Ingo Wobst an dem Modell im Maßstab 1:87. Es reicht vom Neiße-Viadukt, führt über den Hauptbahnhof und endet kurz vor dem Brautwiesentunnel. Nun ist es in der Ausstellung "Achtung Zug!" erstmals in Gänze zu sehen. Mit einer Länge von 18 Metern erstreckt es sich durch den gesamten Ausstellungssaal. Allein der Abschnitt der Eisenbahnbrücke über die Neiße ist 5,50 Meter lang. Im Mittelpunkt steht das Bahnhofsgebäude, wie es im September 1917 eingeweiht wurde und heute noch in Nutzung ist.

Ingo Wobst legt großen Wert darauf, dass sein Modell in allen Details die bauliche Situation von vor 100 Jahren wiedergibt. Grundlage seiner Arbeit sind originale Baupläne, Lagepläne, Vermessungen an der vorhandenen Substanz und historische Fotos. Selbst die Innengestaltung der Gebäude entspricht den historischen Plänen, die der Modellbauer akribisch auswertet, umrechnet und maßstabgerecht nachzeichnet. Ihm ist es wichtig, dass sein Modell einen Eindruck von der Stadtgeschichte und vor allem auch von den Leistungen der Architekten, Bauleute und Eisenbahner vermittelt. Er plant, das Projekt noch östlich bis zum heute in Zgorzelec gelegenen Bahnhof Moys (Ujazd) und westlich bis zum Rangierbahnhof in Schlauroth zu erweitern. 

In Anerkennung der Leistungen vergangener Generationen wünscht sich Ingo Wobst dieses Architekturmodell in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sowohl als erlebbares Stück Vergangenheit in klein als auch als verkehrstechnisches Anschauungsstück.

zurück: Ausstellung "Achtung Zug!"