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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Auf digitaler Schnitzeljagd durch die Geschichte Schlesiens

Die Verwendung von GPS-Geräten und Mini-Tablets ist der Anfang eines unaufhaltsamen Trends hinsichtlich digitaler Methoden bei der Vermittlung historischer Inhalte an Museen. Der Einsatz dieser Hilfsmittel kann sehr hilfreich sein, da sie an die alltäglichen Sehgewohnheiten von Jugendlichen anknüpfen und motivierend wirken. Dank einer Spende des Vereins der Freunde und Förderer konnte das Schlesische sechs GPS-Geräte erwerben. Ihr Einsatz eröffnet z.B. neue Perspektiven auf die schlesische Geschichte der Stadt Görlitz, für welche auch das heutige Zgorzelec von größter Bedeutung ist. Deswegen wurde Zgorzelec für die praktische Umsetzung stets mitgedacht:

In der Museums-AG „Museumsscouts“ sowie der Ferienprojektwoche „Fluchtwelten – Görlitz/Zgorzelec 4.0“ war die Methode Geocaching, eine Art digitale Schnitzeljagd, zentral. Ausgehend vom Schlesischen Museum zu Görlitz wurden einige schlesische Spuren des 20. Jahrhunderts außerhalb der Museumsmauern aufgesucht – mitten im schlesischen Raum, der so auch viel näher ins Bewusstsein der teilnehmenden Jugendlichen rückte. Für das sensible Themenfeld Flucht und Vertreibung war es grundlegend, dass zunächst die Dauerausstellung des Museums einbezogen wurde – sogar ohne zusätzliche technische Geräte. Dann aber mussten durch das Lösen von Aufgaben mehrere Koordinaten ermittelt werden, die mit Hilfe der GPS-Geräte an mehrere thematisch relevante Orte führten, wie z.B. die Bonifatius-Kirche, eine alte Notrufsäule und die Stadtbrücke. Im nächsten Jahr möchten wir Schulklassen einladen, einen Teil der schlesischen Geschichte auf diese Art zu erleben.                

Sylvia Wackernagel