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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Ein Wort des Museumsdirektors

Liebe Freunde des Schlesischen Museums,

das Jahr ist ja noch nicht zu Ende, aber es verspricht eines der erfolgreichsten zu sein, die das Museum in seiner (freilich bis jetzt erst zehnjährigen) Geschichte erlebt hat. Dafür sprechen zwei Kennziffern: der Museumsetat und die Besucherzahlen. Um mit dem Geld zu beginnen: Der Bundestag und der Landtag des Freistaats Sachsen haben entschieden, ab dem nächsten Jahr die Zuwendungen für das Schlesische Museum spürbar zu erhöhen. Dadurch kann ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: Wir werden ein Volontariat am Museum einrichten und einem Nachwuchswissenschaftler oder einer -wissenschaftlerin die Gelegenheit geben, Museumsarbeit von Grund auf zu erlernen. Gleichzeitig erhoffen wir uns natürlich kreative Anregungen und engagierte Unterstützung von einem jungen Kollegen/ einer Kollegin. Sodann die Besucherzahlen im Schönhof: sie lagen bis Ende Oktober mit mehr als 3.000 über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Damit bestehen gute Chancen, dass wir die magische Grenze von 25.000 Besuchern in diesem Jahr um einiges hinter uns lassen (2015: 23.800). Dabei sind die Besucher unserer Ausstellungen in Polen noch gar nicht mitgerechnet. Die Ausstellung „Verfolgte Kunst“ über einen jüdischen Künstlerkreis im Breslau der 1920er und 1930er Jahre wurde im Breslauer Schloss gezeigt und konnte von der großen Aufmerksamkeit profitieren, die der Kulturhauptstadt Europas 2016 zuteil wurde. Nächstes Jahr bringen wir sie auch nach Görlitz, in einer veränderten und erweiterten Form. Auch die Ausstellung „Barockes Glas aus Schlesien“ lief sehr erfolgreich zunächst in Polen, im Riesengebirgsmuseum von Hirsch-berg/Jelenia Góra, bevor sie das Schlesische Museum übernahm.

Als nächstes erreicht das große Thema „Reformationsjubiläum“ auch Görlitz und unser Museum. Am 9. Dezember eröffnen wir im Schönhof die Wanderausstellung  „Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder“ über 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien. Als roter Faden durch die Ausstellung zieht sich die Frage nach der Aktualität des Protestantismus und seiner Geschichte in einem heute überwiegend katholischen Land. Wir freuen uns, dass es für diese zweisprachige Wanderausstellung schon zahlreiche Anfragen vor allem aus dem polnischen Schlesien gibt. Sie wird im kommenden Jahr in vermutlich drei Kopien und mit mindestens einem halben Dutzend Stationen durch die Lande touren.
Also, alles in allem ein positiver Rückblick und erfreuliche Aussichten. Man darf sich den Museumsdirektor zur Zeit als einen durchaus glücklichen Menschen vorstellen!

Mit den besten Wünschen zu einem auch für Sie erfreulichen Jahresausklang

Ihr Markus Bauer