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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Ein Wort des Museumsdirektors

Liebe Freunde des Schlesischen Museums,

wechselnde Gefühle beherrschen derzeit die Stimmung im Museum: Dass Annemarie Franke uns als Kulturreferentin verlässt (nicht aber als Freundin des Museums und hoffentlich weiter Partnerin bei Projekten), schmerzt uns sehr.

Darein mischen sich freudige Erwartung ihrer Nachfolgerin Agnieszka Bormann und Genugtuung über den Erfolg unserer jüngsten Unternehmungen. Mit 29.300 Besuchern im Schönhof lagen wir im Jahr 2017 deutlich höher als im Durchschnitt der letzten Jahre (als wir rund 25.000 Besucher hatten), und auch in diesem Jahr entwickeln sich die Besucherzahlen gut. Dazu hat wesentlich Herrn Küglers Ausstellung „Achtung Zug“ mit ihren zahlreichen Begleitausstellungen und Sonderveranstaltungen beigetragen. Und bei den Wanderausstellungen haben
 wir zuletzt alle bisherigen Rekorde durchbrochen: Deutlich über 100.000 Besucher haben die Ausstellung „Kirchfahrer, Buschprediger und betende Kinder. 500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ gesehen. Sie wurde in drei Kopien an 19 Orten in Deutschland und Polen gezeigt, und wir freuen uns besonders, dass eine dieser Kopien jetzt ihren Platz dauerhaft im Martin-Luther-Zentrum für Diakonie und Bildung in Breslau gefunden hat.

Zwölf Jahre alt ist das Schlesische Museum nun schon – sicher: für ein Museum ist das kein Alter, aber hier und dort bedarf es eben doch einer Verjüngungskur, einer Ergänzung oder Korrektur. Das gilt etwa für unsere Homepage, die nun wirklich in die Jahre gekommen ist und von Grund auf erneuert werden soll. Unsere Ziele sind: bessere Übersichtlichkeit, leichtere Navigation, mehr Information, barrierefreier Zugang zu den zentralen Inhalten. Bis zum Ende des Jahres soll die neue Präsentation im Internet stehen.

Etwas mehr Zeit wird ein weiteres Vorhaben in Anspruch nehmen: eine Präsentation zur Zeitgeschichte und Gegenwart Schlesiens als Ergänzung der ständigen Ausstellung. Vor 15 Jahren, als wir die Museumskonzeption für den Schönhof entwickelten, waren wir der Meinung: für ein deutsches Museum ist es unangebracht, die polnisch geprägte Nachkriegsentwicklung Schlesiens darzustellen. Inzwischen sehen wir das anders. Das neue polnische-Schlesien hat nun selbst schon eine ereignisreiche Geschichte, und viele unserer Besucher interessieren sich sehr für die Gegenwart dieses faszinierenden Landes. Die zeitgeschichtliche Präsentation soll im Nordhof, zwischen dem historischen Schönhof und dem Mittelhaus, dargeboten werden und interaktiv angelegt sein. Besucher wählen aus einem Angebot von Themen und Inhalten die sie interessierenden Bilder, Filme, Texte und Töne aus. Wir stellen uns einen wandfüllenden flachen Großbildschirm vor, auf dem Themenfelder als bewegliche Bilderleiste vorbeiziehen und per Touchscreen geöffnet werden können. Derzeit prüfen wir verschiedene Möglichkeiten der technischen Umsetzung und erstellen eine Liste der wichtigsten Themen. Im nächsten Frühjahr wollen wir auf einer Tagung mit polnischen Kollegen erste Ideen zur Diskussion stellen.

Mit sommerlichen Grüßen

Ihr Markus Bauer