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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Neuerwerbung aus Mitteln des Vereins der Freunde und Förderer
Knabenbildnis von Ernst Resch, 1847

Im Mai 2017 gelang es dem Schlesischen Museum, mit der Unterstützung des Fördervereins auf einer Frankfurter Auktion ein kleines Knabenbildnis des Malers Ernst Resch (Meißen 1807- 1864 Breslau), zum Preis von 900 Euro zu ersteigern. Das 1847 entstandene Gemälde bezaubert vor allem durch die Natürlichkeit des Knaben. Vermutlich wurde das kleine Bildnis von einer großbürgerlichen oder adligen Familie in Auftrag gegeben. Der Anlass könnte eine Erstkommunion oder Firmung gewesen sein, da im Hintergrund die Breslauer Kreuzkirche in der Abendsonne zu sehen ist.

Ernst Resch, der nach seinem Studium an der Dresdener Akademie im Februar 1838 nach Breslau gekommen war, hatte sich als Künstler schnell einen Namen gemacht. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der Reschs „offenes und lebendiges Wesen, verbunden mit dem liebenswürdigstem Humor“ schnell schätzen lernte, schrieb in seinen Erinnerungen, dass Resch „als trefflicher Portraitmaler allgemeine Anerkennung“ in Breslau fand. Zu Reschs schnellem Ruhm trug besonders sein großes Gemälde einer Jagdrast schlesischer Adliger von 1841 bei, das heute ein Schmuckstück des Schlesischen Museums ist, und das aus dem Besitz von Peter Graf Henckel von Donnersmarck stammt. Bereits zu Lebzeiten von Resch erwarb das „Schlesische Museum der bildenden Künste“ in Breslau fünf Bildnisse wichtiger Persönlichkeiten aus dem politischen und wissenschaftlichen Leben.

Johanna Brade