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http://www.mnwr.art.pl 

Kunstwerke des Breslauer Domschatzes im Breslauer Nationalmuseum

Das Nationalmuseum zu Breslau präsentiert sakrale Kunstwerke aus der Schatzkammer der Breslauer Kathedrale, die auf wundersame Weise den Zweiten Weltkrieg überdauerten und bislang nicht öffentlich gezeigt wurden.

Bis zum 24. September werden Kunstwerke wie der speziell für die Ausstellung rekonstruierte silberne Hauptaltar der Kathedrale aus dem Jahre 1591 – die Attraktion des alten Breslau – zu bewundern sein. „Der Domschatz gehört zu den reichsten Schätzen der Goldschmiedekunst in unserem Teil Europas“, so Jacek Witecki, Kurator der Ausstellung.

Die Präsentation zeigt 80 Arbeiten, darunter Reliquiare, Monstranzen, Figuren, Pastorale, Messkelche, ewige Lampen oder Weihrauchfässer. In der Ausstellung werden auch liturgische Gewänder gezeigt, die von Ursulinenschwestern 1792 für die 500. Gründungsfeier des Klosters Grüssau gefertigt wurden.

Zu den Höhepunkten der Sonderausstellung zählt die originalgetreue Nachbildung des berühmten silbernen Hochaltars des Breslauer Doms von 1591. Gestiftet hat ihn Fürstbischof Andreas Jerin und geschaffen wurde das Kunstwerk von Paul Nitsch und Bartholomäus Fichtenberger. „Seit der Einweihung am 4. Mai 1591 begeisterte das Werk jeden Dombesucher. Ein jeder Breslau-Reisender hatte gar die Pflicht den Altar zu besichtigen. Die Nachbildung des Kunstwerks gehörte zu den größten Herausforderungen dieser Ausstellung. Diese Rekonstruktion ist Ausdruck unserer großen Hoffnung, dass der Altar seinen alten Platz im Dom zurückerlangt“,  so Prof. Piotr Oszczanowski, Leiter des Nationalmuseums zu Breslau. www.mnwr.art.pl

Muzeum Narodowe we Wrocławiu, pl. Powstańców Warszawy 5.

Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10:00 – 17:00 Uhr, Sa.-So. 10:30-18:00 Uhr

 

http://www.muzeum.leszno.pl 

Fraustadt/Wschowa und Lissa/Leszno – zwei Zentren der Lutheraner in Großpolen

Die zwei Regionalmuseen in Fraustadt und Lissa widmen sich im Gedenkjahr der Reformation 2017 der besonderen Bedeutung des Protestantismus für die Entwicklung ihrer Städte. Das „Muzeum Ziemi Wschowskiej“ zeigt die Ausstellung „Verbum domini manet in aeternum. Das Fraustädter Zion – Zentrum des Protestantismus in Großpolen“ und das „Muzeum Okręgowe w Lesznie“ präsentiert die Schau „Leszno i Śmiegiel – das Nebeneinander der Konfessionen“. Beide Sonderausstellungen wurden im Mai eröffnet und können noch bis zum Ende des Jahres 2017 besichtigt werden.

Die Königliche Stadt Fraustadt, in direkter Grenznähe zum Fürstentum Glogau gelegen, war in der Zeit der Gegenreformation Zufluchtsort für schlesische Lutheraner. Im 17. Jahrhundert entstand die eindrucksvolle Kirche „Kripplein Christi“, deren Kulturschätze nach dem Zweiten Weltkrieg in unterschiedliche Archive und Museen verstreut wurden. In der Ausstellung werden 300 Objekte und Leihgaben aus über 20 Institutionen aus Polen und Deutschland präsentiert. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe, die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Warschau und das Kulturreferat für Westpreußen aus Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Die Ausstellung in Lissa/Leszno fokussiert auf das Nebeneinander der Konfessionen in Folge der Reform der alten Kirche. In Lissa waren die ersten Glaubensflüchtlinge Anfang des 17. Jahrhunderts die Böhmischen Brüder, später folgten die Lutheraner aus Schlesien (ebenso in Śmigiel/Schmiegel, der Stadt der Windmühlen), die Kalvinisten und die Arianer ( vor allem in Smigiel). „Oft machen wir uns gar nicht klar, wer alles die Städte geprägt hat, die wir als unsere Heimat ansehen.“ – so die Ausstellungskuratorin dr  Kamila Szymańska. Gezeigt werden über 160 Objekte, Handschriften, Dokumente, Buchdrucke, Korrespondenz, Ausstattungsstücke aus früheren evangelischen Kirchen, Gemälde und Darstellungen von Geistlichen und Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften.
Zu den Partnern der Ausstellung zählt auch das Regionalmuseum in Fraustadt, so dass sich die beiden Ausstellungen gegenseitig ergänzen.

Informationen auf den Seiten des Museums in Lissa in deutscher Sprache:  http://www.muzeum.leszno.pl/strona_PL/int
Öffnungszeiten des Museums in Fraustasdt:    http://muzeum.wschowa.pl/dla-zwiedzajacych/godziny-otwarcia/

 

www.dom.muzeum.gliwice.pl 

Exlibrisausstellung zum jüdischen Leben

„Misifrei – aus meinem Buch” heißt die Exlibris-Ausstellung im Haus des Gedenkens der Oberschlesischen Juden zu Gleiwitz (Gliwice). Die 150 hier präsentierten Eigentumskennzeichnungen, also Exlibris, illustrieren die Welt der jüdischen Bevölkerung. „Die Abbildungen deckten eindeutig die jüdische Identität ihrer Eigentümer auf, sie tun es durch den Davidstern, eine Synagoge, einen Leuchter, biblische Szenen und natürlich auch durch die hebräische Schrift. Unsere Ausstellung zeigt Arbeiten von Künstlern, die ihre Weltanschauung und jüdische Symbolik in kleine Kunstwerke umgewandelt haben“, so Katarzyna Opielka, Projektmanagerin.

Die Ausstellung präsentiert auch Sammlungen jüdischer Bibliophilen, darunter die von Maximilian Goldstein (1880-1942) aus Lemberg oder Max Pinkus (1857-1934), dem Textilmagnaten, Kunstmäzen und Freund von Gerhart Hauptmann aus Neustadt OS (Prudnik).

Das Wort Misifrei ist aus den hebräischen Buchstaben  Mem, Samech, Phei, Resch und Yud zusammengesetzt und bedeutet: „Aus meinem Buch“. Die Ausstellung, die noch bis zum 30. August zu sehen ist, entstand aus der Sammlung des aus Luxemburg stammenden Jo Kohn. Der Grafikdesigner und Humanist ist Autor zahlreicher Publikationen zum Thema Exlibris.

Dom Pamięci Żydów Górnośląskich, ul. Ks. Józefa Poniatowskiego 14, Gliwice. www.dom.muzeum.gliwice.pl

Öffungszeiten: Di.-Fr. 10:00-16:00 Uhr, Sa. 11:00-17:00 Uhr, So. 10:00-15:00 Uhr

 

www.muzeum-miedzi.art.pl 

Walter Bayer (1883-1946). Leben und Werk

In der Ritterakademie zu Liegnitz (Legnica) kann man bis zum 8. Oktober die Ausstellung: „Walter Bayer (1883-1946). Leben und Werk” sehen. Der Liegnitzer Walter Bayer war Kunstmaler, Illustrator und wie es in seiner Familie Tradition war, auch Lehrer. Er gab Zeichenunterricht am Gymnasium und später an der Liegnitzer Oberrealschule. In den 30er Jahren war er Schriftführer im Liegnitzer Kunstverein.

Zu Bayers beliebten Themen zählen Märchen und Sagen, seine Genremalerei versetzte er in die Realität der Biedermeierzeit. Er malte gerne historische Ereignisse, wie die Schlacht bei Liegnitz von 1241 oder gab beliebte Plätze seiner Geburtsstadt auf der Leinwand wieder. Auch als Buchillustrator, Grafiker und Reklamedesigner machte sich Bayer einen Namen. Er arbeitete auch als Karikaturist für die lokale Presse.

Die Ausstellung im Kupfermuseum ist die erste Präsentation seiner Werke im Nachkriegs-Liegnitz. 50 der ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung der Erben Bayers, der Familie Hinke. Grafiken und Drucke stellte das Haus Schlesien aus Königswinter und die Liegnitzer Sammlung Wuppertal zu Verfügung. Auch das Staatsarchiv Liegnitz, die Universitätsbibliothek zu Breslau, das Riesengebirgsmuseum Hirschberg (Jelenia  Góra) sowie private Sammler aus Liegnitz, Haynau (Chojnów) und Bolkenhain (Bolków) stellten Bayers Werke zu Verfügung.

Muzeum Miedzi, Akademia Rycerska, ul. Chojnowska 2, Legnica.  www.muzeum-miedzi.art.pl

Öffnungszeiten: Mi. 9:00-16:00 Uhr, Do. 11:00-18:00 Uhr, Fr. und Sa. 11:00-17:00 Uhr, So. 10:00-16:00 Uhr