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Mehr als Luther

Die aktuelle Ausgabe des Journals für deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa

Die neue Ausgabe der Zeitschrift BLICKWECHSEL – Journal für deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa ist erschienen. Das Journal steht 2017 ganz im Zeichen des 500. Reformationsjubiläums. Unter dem Titel Mehr als Luther. Reformation im östlichen Europa schreiben Autorinnen und Autoren aus Polen, Ungarn und Deutschland über Orte, Ereignisse und Menschen, die das Reformationsgeschehen entscheidend prägten. Der Bogen reicht dabei zeitlich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert und regional von der Ostsee bis zu den Karpaten. Weitere Themen wie eine Würdigung des Schriftstellers Johannes Bobrowski (1917–1965), ein Rückblick auf das FilmFestival Cottbus 2016, ein Selbstinterview des Breslau-Krimi-Autors Marek Krajewski oder Streiflichter aus der Arbeit des Kulturforums und seiner  Partnereinrichtungen runden die Lektüre des reich bebilderten Heftes ab.

Die digitale Version (PDF, 9,6 MB) können Sie  hier kostenfrei herunterladen. Oder Sie blättern direkt in der  Online-Ausgabe.

 

„Lernen und Arbeiten” Band 4 des Archivs erzählter Geschichte

 

Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit (HDPZ) hat den vierten Band mit Zeitzeugengesprächen herausgebracht. „Lernen und Arbeiten“ heißt die Publikation und man findet darin Berichte, die von Jugendlichen im Rahmen des Projektes „Erzählte Geschichte“ aufgezeichnet wurden. „Wir haben in dieser Publikation zwanzig Menschen das Wort gegeben, die auf ihre Schuljahre und ihr Familienleben vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zurückblicken. Im zweiten Teil des Buches finden Sie Erlebnisberichte im Zusammenhang mit der Arbeit auf dem Lande und in Industriebetrieben. In diesen Erinnerungen älterer Menschen erwacht die Geschichte zu neuem Leben, sie regt unsere Vorstellungskraft an. Die Lektüre gewährt Einblicke in den Alltag der Menschen im einstigen Oberschlesien“, so Veronika Wiese, stellv. Geschäftsführerin im HDPZ Gleiwitz.

Die Publikation enthält Berichte und Erinnerungen aus der Schulzeit der Interviewten, vom Kindergarten bis zum Universitätsstudium, sowohl vor als auch nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben dem Pflichtunterricht werden auch außerschulische Lehrveranstaltungen thematisiert. Arbeit auf dem Bauernhof, in Industrie- und Dienstleistungsbetrieben sowie innerhalb von staatlichen Institutionen sind ebenfalls Inhalt der Zeitzeugenberichte. Die Erzählungen der Befragten reichen bis in die 1930er Jahre zurück, beziehen sich aber auch auf die Gegenwart.

Im Rahmen des Projektes „Erzählte Geschichte“ erschienen bereits die Bände: „Oberschlesien in den Jahren 1945-1950 – Zeitzeugen erinnern sich“, „Zweiter Weltkrieg in Erinnerungen der Einwohner Oberschlesiens“ und „Oberschlesische Sitten und Bräuche/ Religiöses Leben“. Die Publikationen sind in den Büros des HDPZ in Gleiwitz und Oppeln erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite: www.hdpz

 

Jahrbuch Polen 2017 des Deutschen Polen-Institutes

Thema: POLITIK

Seit den letzten Parlamentswahlen und der Etablierung der neuen Regierung von Premierministerin Beata Szydło ist die polnische Politik wieder in aller Munde. Das rigorose politische Durchgreifen der mit absoluter Mehrheit regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość, PiS) überraschte nicht nur die eigenen Anhänger, sondern auch die Öffentlichkeit im In- und Ausland, politische Beobachter, Medien und die seitdem darnieder liegende Opposition. Beobachter gewinnen den Eindruck, bei dem sogenannten „guten Wandel“ (dobra zmiana) handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Machtwechsel, sondern um einen Systemwandel, bei dem die bisher mühsam erarbeiteten Grundlagen des demokratischen politischen Systems systematisch beschädigt und teilweise ausgehebelt werden sollen.

Das aktuelle Jahrbuch Polen 2017 Politik kann und will die sich täglich wandelnde Situation weder nachbilden noch zeitnah kommentieren; es zielt eher darauf ab, den deutschsprachigen Lesern einen verlässlichen Kompass durch die Mäander der polnischen politischen Szenerie zu geben und dabei durchaus auch die aktuelle Lage zu beurteilen. Da ist zunächst eine begriffliche Zuordnung wichtig – was ist in Polen links, was ist rechts auf der politischen Bühne? Wo verlaufen die politischen und gesellschaftlichen Gräben? Welche Rolle spielen heute noch Begriffe wie Liberalismus, Konservatismus oder Linke im polnischen Diskurs? Was sagt dazu die einflussreiche katholische Kirche? Aus welchen Quellen schöpft die polnische nationale wie staatsbürgerliche Identität?

(Quelle:  http://www.deutsches-polen-institut.de/publikationen/jahrbuch-polen/jahrbuch-polen-2017/#presse )

Foto: Deutsches Kulturforum Östliches Europa 

Rückblick:

Roswitha Schieb bei der Leipziger Buchmesse

Vom 23. bis 26. März 2017 wird Leipzig wieder zum Literaturzentrum Europas. In 3.400  Veranstaltungen auf 571 Bühnen in der ganzen Stadt können Literaturfreunde auf ihre Kosten kommen.

Auch das Deutsche Kulturforum östliches Europa stellt dabei seine Neuerscheinungen und das Gesamtprogramm vor. Neben eigenen Titeln präsentiert das Kulturforum am eigenen Stand auch Publikationen anderer von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderter Institutionen, die sich mit der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa beschäftigen.

Am Sonntag, dem 26. März präsentiert Roswitha Schieb („Jeder zweite Berliner ist ein Schlesier“) ihr neues Buch „Literarischer Reiseführer Böhmisches Bäderdreieck“.

Roswitha Schieb nimmt den Leser darin auf eine besondere Reise mit. Die Spaziergänge durch die berühmten Kurorte führen auf den Spuren von Jahrhundertautoren wie Goethe und Kafka, aber auch von weniger bekannten Namen wie Marie von Ebner-Eschenbach oder Louis Fürnberg. Durch Zitate wichtiger Vertreter der tschechischen Literatur wie Božena Němcová, Jan Neruda oder Karel Čapek zeichnet Schieb einen anderen Blick auf die Bäder, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil verfielen, zum Teil neue künstlerische Treffpunkte wurden.

Roswitha Schieb veröffentlichte bereits eine Reihe von literarischen und kulturhistorischen Reisebüchern, darunter den „Literarischen Reiseführer Breslau“ oder das Buch „Reise durch Schlesien und Galizien“. Sie lebt als freie Autorin in Borgsdorf bei Berlin.