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Kirchfahrer, Buschprediger, betende Kinder
500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien

Zum Reformationsjubiläum 2017 entstand eine deutsch- und polnischsprachige Wanderausstellung zur Geschichte des Protestantismus in Schlesien.

Begleitend zur Ausstellung ist eine Broschüre in deutscher und polnischer Sprachversion erschienen, die Texte und Bilder der Tafeln wiedergibt. Sie kann für eine Schutzgebühr von 3 € über das Schlesische Museum bezogen werden.

Aufgrund des guten Zuspruchs zum Programm „Wer singt, betet doppelt“ zur Eröffnung der Ausstellung am 9. Dezember 2016 im Schlesischen Museum zu Görlitz wurden die ausgewählten evangelischen Kirchenlieder mit den einführenden Kommentaren noch einmal aufgezeichnet.
Die CD mit dem Liedheft kann gegen eine Schutzgebühr von 5 € über das Schlesische Museum bezogen werden.

Nach ihrer Präsentation im Schlesischen Museum zu Görlitz geht die Ausstellung in mehreren Ausführungen gleichzeitig auf Wanderschaft in Polen und Deutschland. Die nächsten Stationen sind:

26. März bis 8. Oktober 2017
Haus Schlesien in Königswinter

3. bis 30. April 2017
Schlesische Bibliothek in Kattowitz/Katowice

26. März bis 7. Mai 2017
Taufhalle der Friedenskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Schweidnitz/Świdnica

10. bis 31. Mai 2017
Kirche St. Maria Magdalena in Breslau/Wrocław

1. bis 30. Juni 2017
Beskiden-Bibliothek in Bielitz-Biala/Bielsko-Biała

Foto: dom.muzeum.gliwice.pl 

Die Erfindung des Herrn Oscar

Das Haus der Erinnerung an die oberschlesischen Juden in Gleiwitz zeigt eine Ausstellung aus der Sammlung von Wojciech Mszyca unter dem Titel: „Innovationen des Herrn Oscar“.

Vor 106 Jahren wurde in Hamburg die Nivea-Creme erfunden. Doch der Mann, der die wohl berühmteste Gesichtskreme der Welt schuf, war ein Gleiwitzer – Oscar Troplowitz. Troplowitz stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Großvater besaß eine renommierte Weinstube, sein Vater war ein bekannter Baumeister. Die Eltern des Nivea-Erfinders sind auf dem neuen jüdischen Friedhof an der ul. Lotnicza in Breslau begraben.

Die Ausstellung zeigt Nivea-Creme-Dosen, Werbeartikel der herstellenden Firma Beiersdorf sowie historische Plakate und Reklame. Sie entstand aus der „Nivea-Sammlung“ von Wojciech Mszyca aus Kattowitz und zeigt die Evolution des Produktes und des Unternehmens Beiersdorf wie auch die Geschichte des Entdeckers Oscar Troplowitz, dessen Kosmetikinnovationen bis heute in der ganzen Welt geschätzt werden.

Der Sammler Wojciech Mszyca lebt seit 42 Jahren in Kattowitz, engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt des oberschlesischen Kulturerbes und bekam dafür 2006 eine Auszeichnung des Marschalls der Woiwodschaft Schlesien. Auch die israelische Botschaft in Warschau ehrte Mszyca für sein Engagement um die Bewahrung des jüdischen Kulturerbes. Die Ausstellung „Innovationen des Herrn Oscar“ ist im Haus der Erinnerung an Oberschlesische Juden, ul. Poniatowskiego 14 in Gleiwitz bis zum 30. Juni 2017 zu sehen.

Foto: fotomuseum-goerlity.den 

Grenzgeschichten transnational – Zgorzelec und Görlitz 1945 – 1989

Die Wanderausstellung „Grenzgeschichten transnational: Görlitz und Zgorzelec 1945 – 1989“ im Dom Kultury in Zgorzelec zeigt, wie die deutsch-polnische Grenze den Alltag der Menschen in der geteilten Stadt beeinflusst hat und wie sich Einwohner in Görlitz und Zgorzelec heute an der "Friedensgrenze" entlang der Neiße erinnern. Die Jahrzehnte nach 1945 wurden in verschiedene Perioden eingeteilt und für jede Protagonisten gesucht, die ihre Geschichte erzählen. Das Projekt wurde von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (DPWS) und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt. Die Ausstellung war bis zum 20. Dezember 2016 im Städtischen Kulturhaus Zgorzelec (Miejski Dom Kultury w Zgorzelcu), zu sehen und im März 2017 im Fotomuseum in Görlitz.

Im April 2017 wird sie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau (Krzyzowa) präsentiert.

Foto: Louis Hardouin – Chefkoch und Fotograf auf Schloss Fürstenstein  

Schloss Fürstenstein vor 100 Jahren

Eine einzigartige Dauerausstellung lockt Touristen auf Schloss Fürstenstein bei Waldenburg. Vor 100 Jahren wurde das prächtige Objekt durch den Koch des Schlosses Louis Hardouin auf Fotographien verewigt.

Diese Zeitdokumente hatte die Enkelin des Chefkochs, die im Kanadischen Burlington lebende Jean Wessel (81) vergangenes Jahr der Stadt Waldenburg geschenkt. Ihr Großvater Louis Hardouin (1877-1954) arbeitete für die Hochbergs von 1909 bis 1925 auf Fürstenstein. Auch der Vater der in London geborenen Jean Wessel spielte mit den Sprösslingen der Familie von Hochberg in den Waldenburger Wäldern und erzählte gerne Anekdoten von damals, so Wessel, die bei der Ausstellungseröffnung am 14. Februar dabei war.

Die Kuratorin der Ausstellung Dr. Beata Lejman vom Nationalmuseum Breslau hatte die Qual der Wahl. Sie musste aus 1.500 Bildern in bester Qualität 200 für die Präsentation aussuchen. In drei Sälen kann man nun durch das alte Fürstenstein wandeln. Damit die Bilder noch plastischer auf die Fantasie des Betrachters wirken können, erwarten den Besucher sechs Drei-D-Stationen mit Schlossimpressionen.

Zudem wurde ein Katalog zu Ausstellung mit 300 Fotografien des kochenden Schlossfotografen zusammengestellt. Diese polnisch-englisch-deutsche Publikation kostet 89,- PLN.