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Dr. Meyer und Kai Kranich. Foto SMG 

Doktorandenforum in Herrnhut

Um die Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungsthemen ging es bei einem Doktorandentreffen, zu dem die Kulturreferentin für Schlesien und die Stiftung Kulturwerk Schlesien am 16./17. November 2016 in das Tagungshaus Komensky in Herrnhut eingeladen hatten. Zwölf Doktoranden von deutschen Hochschulen sowie den Universitäten Breslau, Oppeln und Dublin erhielten so die Möglichkeit, ihre noch in Arbeit befindlichen oder schon abgeschlossenen Dissertationen zu präsentieren, wobei das Themenspektrum trotz der Beschränkung auf Schlesien breit gefächert war.

Die einzelnen Tagungssektionen wurden von Prof. Dr. Arno Herzig, Dr. Ulrich Schmilewski, Dr. Annemarie Franke und Dr. Bernard Linek moderiert. Neben eher traditionellen „binnenschlesischen“ Themen und Vergleichen zwischen Regionen ließ sich als Forschungsschwerpunkt die Darstellung des Wahrnehmungswandels in den Zeiten der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Volksrepublik Polen und nach dem politischen Umbruch 1989 feststellen.
(gekürzter Bericht von Dr. Ulrich Schmilewski)

 

Polen, Deutsche und Tschechen und die Herausforderungen von Migration und Integration

Unter diesem Titel fand von 8. bis 9. November 2016 eine internationale Konferenz statt. In diesem Jahr wollten die Veranstalter des "Colloquiums Opole 2016" in der Debatte über Migration  im zeitgenössischen Europa Stimmen aus drei Nachbarländern zusammen führen. An der Tagung und im Podiumsdiskussion nahmen Gäste und Partner aus Deutschland teil: Dr. Stephan Meyer, Mitglied des Sächsischen Landtags, Dr. Frank Gesemann vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration in Berlin, Dr. Markus Bauer, Direktor des Schlesischen Museums zu Görlitz und Dr. Peter Schurmann vom Sorbischen Institut in Bautzen.

 http://www.instytutslaski.com/tag/colloquium-opole-2016/

 http://www.instytutslaski.com/wp-content/uploads/2016/10/Collo16-DE.pdf

 

Gerhart Pohl`s  „Fluchtburg“ und ihre Gäste

Am 5. November 2016 lud der Verein Fluchtburg e.V. zu einer Tagesveranstaltung in das Schlesische Museum zu Görlitz ein, um zum einen die Arbeit des Vereins vorzustellen und zum anderen das Haus des Dichters Gerhart Pohl im Riesengebirge durch Portraits seiner Besucher in den Jahren 1933-1945  als literarischen und politischen Ort zu präsentieren. Höhepunkt des Tages war die Lesung des Schauspielers Wilfried Pucher aus Pohls Buch „Bin ich noch in meinem Haus“ über die letzten Tage des Schriftstellers Gerhart Hauptmann in seinem Haus in Agnetendorf. Unter den Gästen war Pfarrer Edwin Pech aus Karpacz/Krummhübel. Die evangelische Gemeinde ist Eigentümer des früheren Hauses von Gerhart bzw. seiner Schwägerin Lisa Pohl  im Ortsteil Wolfshau (Wilcza Poreba) und unterstützt das Vorhaben, hier eine Begegnungsstätte einzurichten. Pfarrer Pech bot dem Verein an, das Haus für die Zwecke des Vereins langfristig zu mieten. Dafür werden jetzt Spenden erbeten. 

Nähere Informationen und Spendenaufruf:

 https://www.socialfunders.org/project/die-fluchtburg-ein-altes-haus-mit-neuem-leben/

Tagung der Historischen Kommission für Schlesien in Königswinter

Die Historische Kommission für Schlesien führte am 29. September 2016 im Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott (Dollendorfer Str. 412) und am 30. September 2016 in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin ihre Jahrestagung zum Thema „Nachlässe schlesischer Politiker in Westdeutschland“ durch. Es wurden folgende Vorträge gehalten:

 - Nicola Remig: „Haus Schlesien – Geschichte, Aufgabe, Ziele“,

 - Guido Hitze: „Nachlässe schlesischer Politiker im Westen Deutschlands. Einführung in die Tagungsthematik“,

- Dr. Achim R. Baumgarten: „Die archivalische Überlieferung des Bundesarchivs zur biographischen Zeitgeschichte Schlesiens,

 - Dr. Harry Scholz (angefragt): „Das ostdeutsche Erbe der Sozialdemokratie. Schlesische Nachlässe im Archiv der Sozialen Demokratie“,

 - Prof. Dr. Hanns Jürgen Küsters: Begrüßung und Führung durch das Archiv für Christlich-Demokratische Politik

Tagung  „Adel – Elend – Diakonie. Zur Industrialisierung in Oberschlesien“

Vom 5.-9. September 2016 traf sich der Verein für Schlesische Kirchengeschichte in Kattowitz zu seiner Jahrestagung. Auf dem Programm standen nach einem Einführungsvortrag des Wirtschaftshistorikers Toni Pierenkämpfer über die Industrialisierung in Oberschlesien  Vorträge von Prof. Dr. Christian Andree über Rudolf Virchows „Mitteilungen über die in Oberschlesien herrschende Typhus-Epidemie“ (1849), Dietmar Neß „Die Auswirkungen der Industrialisierung auf die evangelische Kirche in Oberschlesien“, Dr. Michael Häusler „Die Entwicklung der Inneren Mission in Oberschlesien“ und Ulrich Schmilewski „Oberschlesischer Adel, Industrialisierung und Soziale Frage“.

Ein Bericht von Ulrich Hutter-Wolandt erschien im Schlesischen Gottesfreund, 67. Jahrgang, Oktober 2016, Nr. 10, S. 151f – als pdf in Kürze abzurufen unter  http://www.gesev.de/schlesischergottesfreund.html