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The Schoole of Night

Polnische, litauische und deutsche Lieder und Psalmen der Reformationszeit

Konzert am Sonntag, den 19.2.2017, 17 Uhr 
(Eingang Fischmarkt 5)
 
In einem Konzert mit geistlichen Liedern aus der Reformationszeit führt uns das Berliner Ensemble „The Schoole of Night“ in die damals neue Kultur der Musikausübung ein. Es war ein Anliegen der Reformation, die Gemeinde durch das gemeinsame Singen von Kirchenliedern in der Volkssprache in das Gottesdienstgeschehen einzubeziehen. Es musizieren die Sopranistin Maria Skiba, Irene Klein an der Viola da Gamba und Frank Pschichholz, Renaissancelaute und musikalische Leitung. (nähere Informationen, siehe unten)
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam und der Kulturreferentin für Schlesien. 
 
Eintritt: 10 Euro 
 
Begleitveranstaltung um 16 Uhr:
Gesprächsrunde mit Pfarrer Cezary Królewicz und der Kulturreferentin für Schlesien, Dr. Annemarie Franke
Zwei Mal monatlich wird in der Krypta der Peterskirche evangelischer Gottesdienst auf Polnisch gefeiert. Die kleine evangelische Gemeinde aus Zgorzelec kommt hier zusammen, die von Lubań/Lauban aus durch den Gemeindepfarrer Cezary Królewicz betreut wird. An diesem Sonntag sind sie Gast im Schlesischen Museum, um die Ausstellung „500 Jahre evangelisches Leben in Schlesien“ kennenzulernen.
-  Eintritt frei

 

Zum Ensemble "Schoole of Night" und dem Programm am 19.2.2017:  
Die drei Musiker aus Berlin nennen ihr Ensemble „The Schoole of Night“ und spielen seit über 10 Jahren alte Musik, inspiriert durch englische Musik für Laute und Gesang aus dem 16./17. Jahrhundert.  Ihr Repertoire geht weit darüber hinaus, bei Auftritten in Polen und Japan haben sie die Theaterproduktion Hotel Dieu musikalisch begleitet, viele Musikinterpretationen des Ensembles wurden von Radiosendern in Deutschland und Polen gesendet und auf internationalen Festivals gespielt. Bei ihrem Görlitzer Konzert am kommenden Sonntag geht es um deutsche, polnische und litauische Texte und ihre Vertonungen aus der Zeit der Reformation in Polen-Litauen. 
Während in der liturgischen Kirchenmusik des Mittelalters ausschließlich lateinische Texte gesungen wurden, war es im 16. Jahrhundert vor allem ein Anliegen der Reformation, die Gemeinde durch das gemeinsame Singen von Kirchenliedern in das Gottesdienstgeschehen einzubeziehen. Bekanntlich hat Martin Luther selbst zahlreiche Texte für den kirchenmusikalischen Gebrauch ins Deutsche übersetzt und eigene Kirchenlieder gedichtet. Die Reformation erreichte Polen-Litauen bereits in den 1520er Jahren, die Zahl der zum Protestantismus konvertierten Menschen war jedoch nie so groß, dass die Vorherrschaft der katholischen Kirche in Frage gestellt worden wäre. Doch gab es zeitweilig ein Nebeneinander der unterschiedlichen Konfessionen mit weitgehender Glaubensfreiheit.

Das Programm des Konzertes am 19. Februar spiegelt diese Vielfalt. Die einzelnen Musikstücke werden kommentiert und durch Illustrationen historischer Gesangbücher und Drucke bereichert.