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Foto: SMG 

Leihgabe: Prälat Peter C. Birkner 

Erstausgabe des Görlitzer Tagebuches von Pfarrer Franz Scholz, Verlag Johann Wilhelm Naumann, Würzburg 1975

In der DDR galt die Grenzziehung an Oder und Neiße offiziell als Wiedergutmachung für die Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Die Gewalt der sowjetischen Siegermacht und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung waren ein Tabu. Die Veröffentlichung des Tagebuches des Görlitzer Pfarrers Franz Scholz im Jahr 1975 durchbrach das Schweigen. Er hatte die Ereignisse vom 18. Februar 1945 bis 1. Juni 1946 festgehalten. „Grausig ist es, nun in Görlitz leben zu müssen.“, schrieb er am Kriegsende. Dreißig Jahre später erschienen die Aufzeichnungen in der Bundesrepublik. Über Verbindungen der katholischen Kirche gelangten das Buch auch nach Görlitz.