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Koffer von Rosa Kirstein 

Beschäftigungsnachweis von Rosa Kirstein 

Arbeitsbescheinigung für Rosa Kirstein 

Handwagen von Helga Hauptmann; Fotos: SMG 

Koffer der Familie Kirstein aus Görlitz-Ost

Beschäftigungsausweis und Berechtigung zum Passieren der Grenze für Rosa Kirstein, Görlitz 28.5. 1945

Arbeitsbescheinigung für Rosa Kirstein, polnisch und russisch, Zgorzelice/Görlitz 31.5.1945

Der Koffer von Ilse Kirstein erzählt vom Kriegsende 1945 in Görlitz. Das Mädchen (1930 geboren) wuchs in der Oststadt auf. Ihre Mutter Rosa arbeitete in der hiesigen Kofferfabrik. Als Görlitz durch die deutsch-polnische Grenzlinie geteilt und deutsche Bevölkerung ab 21. Juni 1945 aus Görlitz-Ost vertrieben wurde, verlor Familie Kirstein ihr Zuhause. Sie kamen im Westteil der Stadt unter. Von dort gingen Mutter und Tochter weiter zur Arbeit in der Kofferfabrik, die nun unter sowjetischer Aufsicht stand. In dem Koffer konnten sie noch einige Habseligkeiten aus ihrer Wohnung retten.

SMG 2009/0312, 0316, 0317

 

Handwagen von der Flucht 1945 und Vertreibung 1947

Wie in Görlitz sind vor allem in der Region um Zittau viele Flüchtlinge und Vertriebene gestrandet. Helga Hauptmann (1935 geboren) kam mit diesem Handwagen nach Neugersdorf. Sie war in Geibsdorf bei den Großeltern aufgewachsen. Bevor der Krieg endete, flüchteten sie von dort. Der Großvater hatte vorsorglich den Wagen aus einem Reisekorb hergestellt. Beim Schmied ließ er die Räder, Achsen und Deichsel anfertigen. Als sie später nach Geibsdorf zurückkehrten, war ihre Wohnung beschlagnahmt, und sie zogen weiter nach Lichtenau. Von hier mussten sie 1947 auf den Transport nach Neugersdorf gehen.

SMG 2011/0341