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Krippe aus der Holzschnitzschule Warmbrunn, um 1931. Foto: © R. Pech, SMG 

Breslau, Städtisches Museum im Schloss: Weihnachtskrippen aus der ganzen Welt

Das Stadtmuseum Breslau läutet das Kulturhauptstadtjahr mit einer Ausstellung von Krippen aus polnischen und internationalen Sammlungen ein. Über 100 Exponate, darunter Krippen aus Afrika, Amerika, Australien und Europa, sind vom Dezember 2015 bis Februar 2016 im ersten Stock des Breslauer Stadtschlosses zu sehen. Besondere regionale Stücke stellen die niederschlesischen Krippen dar  sowie die Objekte aus der Krippentradition aus Krakau.

Leihgaben aus Haus Schlesien sind Bestandteil der Ausstellung, ebenso wie eine Neuerwerbung des Schlesischen Museums zu Görlitz.

Heute sind Krippen aus Warmbrunn eine Rarität. Umso erfreulicher war es, dass in diesem Jahr eine geschnitzte Krippe aus der Zeit vor 1945 mit finanzieller Hilfe seitens des Fördervereins des Museums erworben werden konnte. Aus dem rückseitigen Vermerk geht hervor, dass die Krippe Arthur Kollibay, einem Fortbildungslehrer der Schule, zum Dank für seine Tätigkeit in der Schule 1925-1931 überreicht wurde. Das unsignierte, vermutlich von einem Schüler geschaffene Werk zeichnet sich durch eine besonders schöne geschlossene Komposition aus, die noch vom Geschmack der 1920er Jahre beeinflusst ist.
 „Auf die Wochen vor Weihnachten freuten sich Lehrer und Schüler“, schreibt der Holzbildhauer Cirillo dell’Antonio im Rückblick auf die Vorweihnachtszeit. Unter seiner Direktion war das Krippenschnitzen in den Unterricht der Warmbrunner Holzschnitzschule eingeführt worden. Was zunächst aus finanzieller Not heraus geschah – die Schule benötigte in der Nachkriegszeit dringend Aufträge – sollte bald zum Erfolg werden. Durch Ausstellungen im Rheinland oder in Westfalen wurde die schlesische Krippenkunst schnell bekannt und beliebt, denn ihre solide kunsthandwerkliche Qualität und ihre Volkstümlichkeit überzeugten.

Am 16. Januar 2016 führt eine Tagesexkursion nach Breslau  in diese Ausstellung und zu den Krippen in den Kirchen der Stadt. Weihnachtskrippen in Schlesien und in der Welt

Pałac Królewski, ul. Kazimierza Wielkiego 35 
Sonderausstellung vom 6.12.15 bis zum  31.01.16

 

Medaille, 1905, Foto: © SMG 

Sonderausstellung im Märkischen Museum: „Ich. Menzel“.

Zum 200. Geburtstag des Malers und Graphikers Adolph von Menzel ist noch bis zum 28. März 2016 im Märkischen Museum Berlin die Sonderausstellung „Ich. Menzel“ zu sehen. Am 8. Dezember 1815 wurde der später weit über Schlesiens Grenzen hinaus bekannte Künstler in Breslau geboren. Nachdem die Familie 1830 nach Berlin umzog, startete Menzel eine Bilderbuchkarriere. Bekannt wurde er durch seine  400 Illustrationen für Franz Th. Kuglers mehrbändige Geschichte Friedrichs des Großen, das heute noch aufgelegt wird. Bereits zu Lebzeiten überhäufte ihn das preußischen Königshaus mit Ehrungen, 1898 wurde er sogar in den Adelsstand erhoben. Noch heute zählt er zu den ganz großen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Das Foto zeigt sein Bildnis auf einer Medaille von 1905, seinem Sterbejahr.

Märkisches Museum,Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin
 http://www.stadtmuseum.de

bis zum 28. März 2016. 

Friedrich Wilhelm Graf von Reden, Eisenguß, Gleiwitz 1852, Foto: Haus Schlesien 

Gleiwitzer Eisenkunstguss aus der Sammlung Gerhard Biadacz in Haus Schlesien

 

HAUS SCHLESIEN zeigt vom 31. Januar bis zum 8. Mai 2016 eine Auswahl von Eisenkunstgüssen aus der Sammlung von Gerhard Biadacz aus Bonn. Damit wird die im Jahr 2014 begonnene Ausstellungsreihe mit Sammlern schlesischen Kulturguts fortgesetzt. Die Sammlung des gebürtigen Gleiwitzers ist zwar noch vergleichsweise jung, denn seine Liebe zum Eisenkunstguss entdeckte er erst vor knapp zehn Jahren, doch mit mehr als 200 Stücken in ihrem Umfang beachtlich.

 

Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Entwürfen von Peter Lipp. Der am 10. Februar 1902 in Berlin geborene Bildhauer begann seine Tätigkeit in Gleiwitz 1924 und blieb dort bis zur kriegsbedingten Schließung 1944. Sein Berliner Lehrmeister Professor Wilhelm Otto machte ihn seinerzeit darauf aufmerksam, dass die Preußische Bergwerks- und Hütten AG in Gleiwitz einen jungen Künstler suchte, der der traditionellen Kunstgießerei neue Impulse verleihen sollte.

 

 Die Eröffnung findet am 31. Januar um 15 Uhr im Saal Riesengebirge statt. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bundesministerium des Innern.

 

31. Januar bis 8. Mai 2016

 

Informationen: Haus Schlesien, Dollendorfer Straße 412, 53639 Königswinter

 http://www.hausschlesien.de/ausstellungen/281-eisern-gesammelt