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Lebensmittelkarten auf Rollen aus der Görlitzer Stadtverwaltung 

Lebensmittelkarten auf Vordrucken aus der NS-Zeit 

Leihgaben des Ratsarchivs Görlitz und des Zirkels Görlitzer Heimatforscher e.V.

Nach dem Krieg herrschte der Hunger über Görlitz. Mitte Juni 1945 verhängte die Stadt eine Zuzugssperre, da die Lebensmittelvorräte aufgebraucht waren. Den Menschen drohte der Hungertod. In diesem ersten Friedenssommer erhielten die Menschen auf ihre Lebensmittelmarken wöchentlich nur noch 250 Gramm Brot, 50 Gramm Fleisch und drei Pfund Kartoffeln zugeteilt. Aber oft waren die Geschäft leer. An Flüchtlinge und Vertriebene gab man in Görlitz keine Marken aus. Erst Ende August ließ die Sächsische Landesverwaltung Lebensmittel in das Görlitzer Notstandsgebiet bringen.
Die Lebensmittelkarten-Rollen stammen aus der Görlitzer Stadtverwaltung, evtl. aus der Vergabestelle.

Aus dem  Bestand des Museums wurden Lebensmittelkarten ergänzt, die im Sommer 1945 auf Vordrucken aus der NS-Zeit ausgegeben wurden. (SMG 2013/0178)