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Madonna, Schnitzarbeit von Herbert Burkert (1904-1986), 1947 

Leihgabe aus Privatbesitz 

Madonna, Schnitzarbeit von Herbert Burkert (1904-1986), 1947

Die Leihgabe stammt von einer 89-jährigen Dame aus Norddeutschland, die von 1933 bis 1950 in Görlitz lebte. Sie hatte im Sommer 1947 antiquarisch ein Buch für ihre Mutter zum Geburtstag gekauft, in dem sie zu ihrer großen Überraschung einen 100-Mark-Schein fand! Offenbar hatte der unbekannte Vorbesitzer einst das Geld zwischen den Buchseiten verstecken wollen. Viele Bücher sind bei Plünderungen auf die Straße geworfen worden und konnten von den Besitzern nicht geborgen werden. Die Görlitzer Stadtverwaltung sammelte diese Schriften ein und gab sie später an die Buchhandlungen ab. Die junge Frau konnte für die 100 Mark nicht das Lebensnotwendige kaufen, da die Läden leer waren. So gab sie beim Holzbildhauer Herbert Burkert in der Görlitzer Straßburg-Passage eine kleine Schnitzerei in Auftrag. Er fertigte ihr eine Marienfigur, die fortan eine Wegbegleiterin über alle Lebensstationen war. 1950 musste die junge Frau mit ihren Eltern aus politischen Gründen aus Görlitz flüchten.