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Tabakschneider 

Kochgeschirr und Milchkanne 

"Küchenwunder" 

Rübenpresse; Fotos: SMG 

Leihgaben von Heiderose Starke

Kochgeschirr aus Kriegsmaterial, Milchkanne, Küchengerät „Küchenwunder“ und Tabakschneider

Aus Munition wurden Töpfe. Nach dem Krieg dienten zum Beispiel Granatenhülsen und Gasmaskenfilter zur Herstellung von Koch- und Essgeschirr. In vielen Haushalten gab es das „Küchenwunder“. Es eignete sich zum Kochen und Backen auf dem Gas- oder Kohleherd. Wer einen Tabakschneider besaß, konnte sich Tabakwaren und somit ein begehrtes Tauschmittel für den Schwarzmarkt selbst herstellen.

Rübenpresse aus den Nachkriegsjahren

Nach der verheerenden Hungersnot in den ersten Friedensmonaten folgte der Hungerwinter 1946/47. Die Steckrübe war das Hauptnahrungsmittel in diesen Zeiten. Aus ihr hat man alles zubereitet: Suppe, Auflauf, Kotelett, Pudding, Marmelade, Brot und Kuchen. Auch die Görlitzerin Heiderose Starke (1941 geboren) ist mit Rübengerichten aufgewachsen. Die Rübenpresse war ihr vertraut. Mit ihr wurden Rübenschnitzel ausgepresst, um aus der gewonnenen Flüssigkeit Sirup zu kochen.