Seiten in anderer Sprache:

Druckansicht aufrufen:

Suchbegriff eingeben:

Hauptnavigation:

Unternavigation:

 

Fotos: SMG 

Leihgaben von Hella Zeißig

Puppen mit selbstgeschneiderten Kleidern, Marke „Schildkröt“ 1945
Familienfoto aus Kohlfurt
Violine des Vaters

Die Puppen begleiten Hella Zeißig schon ein Leben lang. Kurz vor der Flucht aus Kohlfurt waren sie ihr und der Schwester geschenkt worden. Die Mutter packte die Puppen in ein Federbett und schlug sich mit den Töchtern, fünf und acht Jahre alt, bis nach Goslar durch. Die zerstreute Familie fand später in Görlitz wieder zusammen. Verschiedene Wohnungen wurden ihnen zugewiesen, bis sie schließlich für mehrere Jahre in der Apothekergasse unterkamen. Wenn Hella Zeißig in den Straßen der Altstadt spielte oder der Vater für die Familie die Geige spielte, spürte sie kaum noch, wie groß die Not damals war.