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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Museumspädagogin Sylvia Wackernagel stellt sich vor

Seit dem 1. April 2015 bin ich Museumspädagogin im Schlesischen Museum zu Görlitz. Meine neue Tätigkeit ist nicht einfach nur ein Job. Sie gibt mir die Möglichkeit, mich besonders intensiv mit meiner eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen und lässt mich aktiv an einer reflexiven Bildungspraxis teilhaben.

Schlesien begleitet mich schon mein ganzes Leben lang: Ich wuchs in einer deutsch-polnischen Familie schlesischer Herkunft auf.
Bei meinem grenzüberschreitenden Selbstverständnis stand es außer Frage, dass ich während meines Ethnologie-Studiums an der Philipps-Universität Marburg ein Auslandssemester in Breslau (Wrocław) absolvieren würde.

Während meine polnische Großmutter begeistert von meiner Idee war, begegnete mir meine deutsche Großmutter mit sehr viel Skepsis. Ich war überzeugt, dass Perspektivwechsel und neue Erfahrungen förderlich für die persönliche und berufliche Entwicklung sind. Daher zog es mich in die ganze Welt.
Am Museum für Völkerkunde Dresden durfte ich meinen Horizont abermals erweitern und danach mehrere Jahre als Museumspädagogin im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig tätig sein. Fasziniert von den vielfältigen Aufgaben dieses anspruchsvollen Berufsfeldes, ließ ich für mich keine weiteren Alternativen mehr zu. In Zusammenarbeit mit Studentinnen und Studenten der Heilpädagogik umfasst mein erstes Projekt in Görlitz die Erarbeitung einer Museumsführung in leichter Sprache.

Sowohl auf kommunikativer als auch auf emotionaler Ebene hält die dialogische Kulturvermittlung, der ich mich verschrieben habe, Grenzgänge bereit, und kann auch bewusstseinsbildend wirken.

Ich kann mir nichts Besseres vorstellen!

Sylvia Wackernagel