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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Bericht des Museumsdirektors

Liebe Freunde des Schlesischen Museums,

die Zahlenmagie der Jahrestage hilft der Erinnerung auf die Sprünge. Freilich, manches Ereignis ist uns noch so nahe, dass es der Beschwörung mit der runden Zahl gar nicht bedarf, um eine Flut von Bildern und Gedanken auszulösen. Das ist sicher der Fall beim 70. Jahrestag des Kriegsendes und von Flucht und Vertreibung. Gerade in Görlitz sind diese Vorgänge noch sehr präsent. Zwar blieb die Stadt von Kampfhandlungen verschont und weitgehend unzerstört. Aber die Erinnerung an den Sommer 1945, als Görlitz vom Elend der Flüchtlinge aus Schlesien geradezu überschwemmt wurde, ist doch bei vielen noch präsent. Das waren vielleicht die schlimmsten Wochen in der Geschichte der Stadt. Und wir sind gespannt, welche Erinnerungsstücke und Geschichten aus dieser Zeit großer Not uns die Görlitzer für unsere geplante Ausstellung zur Verfügung stellen werden (siehe den Beitrag von Martina Pietsch).

Ein anderer, erfreulicherer Jahrestag steht für 2016 ins Haus: 10 Jahre Schlesisches Museum im Schönhof und 20 Jahre Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz. Schon in diesem Jahr bereiten wir uns darauf vor: durch eine Tagung im November zu „Fortentwicklung, neuen Aufgaben und Zielen“ des Museums, bei dem sich die Mitarbeiter mit den Mitgliedern der Stiftungsgremien und dem Vorstand des Fördervereins über die Erfahrungen des vergangenen Jahrzehnts austauschen und darüber beraten wollen, wie wir (noch) besser werden können. Beim Jubiläum im nächsten Jahre geht es dann weniger ernst und wissenschaftlich zu: Wir feiern ein rauschendes Fest. Sie können sich den 16. April schon einmal vormerken.

Mit besten Grüßen aus dem bereits hochsommerlichen Görlitz

Ihr Markus Bauer