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Heraus aus der Vergessenheit - Fachtagung vom 1. bis 3. Oktober 2015 in Waldenburg/Wałbrzych

Deutsche  und Polen in Niederschlesien nach 1945 - zwischen Ablehnung, Anpassung und Annäherung

Im Juli 2014 fand auf Einladung des Dokumentations- und Informationszentrums für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbacherrott (Haus Schlesien) und weiterer Partner eine Fachtagung zur Entwicklung in der Waldenburger Industrieregion in den Jahren 1945-1958 statt. Hier waren nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 30.000 Deutsche von der Vertreibung ausgenommen worden, da die polnische kommunistische Verwaltung die Fachleute aus Bergbau und Textilindustrie benötigte. Anders als in Oberschlesien, wo ebenfalls viele Deutsche zurückblieben, erhielten die Deutschen in der Region Waldenburg eine begrenzte kulturelle Autonomie. Dabei spielte die Aufrechterhaltung des kirchlichen Lebens eine besondere Rolle. Die Tagung zeigte, dass dieser Teil der Regionalgeschichte  weiterer Untersuchungen bedarf und besonders in der Stadt Walbrzych/Waldenburg auf großes Interesse stößt.

Daher haben die Veranstalter unter Federführung der Kulturreferentin für Schlesien eine deutsch-polnische Folgetagung vorbereitet, die vom 1.-3. Oktober 2015 an der Angelus-Silesius-Fachhochschule in Waldenburg stattfinden wird. Nachdem das Seminar im Haus Schlesien vor allem die ökumenischen Beziehungen zwischen Protestanten und Katholiken der deutschen Minderheit betrachtete, wird sich die nächste Tagung einem weiteren Aspekt des Themas zuwenden, indem das Verhältnis der heimatverbliebenen und der vertriebenen Deutschen zu den polnischen Neusiedlern behandelt werden soll.

Die Veransteltung der Kulturreferentin für Schlesien und dem Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbacherrott (Haus Schlesien) in Kooperation mit der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien, der Staatlichen Fachhochschule Waldenburg und Deutschen Sozial-Kulturellen Geschellschaft Waldenburg.

Programm und weitere Informationen: www.schlesisches-museum.de

 

Einfluss der Minderheiten auf die Entwicklung der Region

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien veranstaltete das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit am 22. Juni 2015 im Marschallamt der Woiwodschaft Oppeln eine Debatte „Minderheiten als Spiegel der regionalen Entwicklung?“.

Nach 25 Jahren des offiziellen Funktionierens der Deutschen in den Realien der Demokratie und des gesellschaftlichen Pluralismus, ist die Zeit reif für eine öffentliche Debatte zum Thema, ob Oberschlesien und darunter auch die Woiwodschaft Oppeln alle Chancen und Möglichkeiten der Entwicklung unter Berücksichtigung seiner einzigartigen Dimension und seines gesellschaftlichen Potenzials genutzt hat. Die Debatte stellt das erste Resümee des tatsächlichen Einflusses der deutschen Minderheit auf die gegenwärtige Woiwodschaft Oppeln dar und findet im regionalen Rahmen und unter aktiver Mitwirkung der Vertreter der deutschen Minderheit aus Ungarn und Rumänien statt.

Die Gäste der Debatte sind u.a.: Astrid Fodor, Mer Miasta Sybina/Hermannstadt aus Rumänien, Olivia Schubert, stellv. Vorsitzender der Landesverwaltung der Deutschen in Ungarn, Andrzej Buła, Marschall der Woiwodschaft Oppeln, Prof. Dr. habil. Romuald Jonczy, Wirtschaftsuniversität Breslau, Rafał Bartek, Vorstandsvorsitzender der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien.

www.haus.pl/de/