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Elektrizitätswerk Zabrze © Thomas Voßbeck / Europareportage 

Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens

Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde die Industrialisierung in der preußischen Provinz Oberschlesien massiv vorangetrieben. Die Region entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten industriellen Zentren des preußischen Staates. Zahlreiche Bergwerke, Kokereien, Hütten, Kraftwerke und Werke der Chemieindustrie prägten das Bild der Landschaft.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fiel Oberschlesien an den polnischen Staat. Ein großer Teil der riesigen Industriekomplexe haben bis zum Beginn der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Zeiten relativ unbeschadet überdauert. Inzwischen sind viele dieser Betriebe aus einer vergangenen Industrieepoche geschlossen oder stehen kurz vor der Liquidation. Das Erbe der vor allem noch aus deutscher Zeit stammenden Industriearchitektur verschwindet allmählich oder wird in anderer Form weiter genutzt. Dennoch findet man auch heute noch zahlreiche intakte und beeindruckende Werke verschiedener Industriebereiche.

Die Ästhetik der in dieser Ausstellung vorgestellten Industrieanlagen Oberschlesiens wird in den 47 Bildern des Fotografen Thomas Voßbeck zum ersten Mal künstlerisch präsentiert. Er setzt die imposanten Hallen und Maschinen durch Bildkomposition und Lichteinfall in eindrücklicher Weise in Szene. Die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa und Euroreportage veranstaltete Ausstellung ist bis 2. August im Schloss Caputh zu sehen.

 www.spsg.de

Untermarkt in Görlitz, Foto: Jörg Schöner 

Auferstehung eines Denkmals

Die Stadt Görlitz veranstaltet eine Ausstellung über die beispiellose Rettung der Stadt als architektonisches Flächendenkmal. Die Schau in der ehemaligen Produktionshalle des Keramischen Maschinenbaus (Kema) präsentiert großformatige Fotografien von Jörg Schöner. Die Ausstellung gibt einen Ausblick auf den Sanierungs- und Entwicklungsprozess der Stadt. Sie zeigt das große Engagement der Bevölkerung von Görlitz im Denkmalschutz.

Der Dresdner Fotograf Jörg Schöner machte sich unter anderem mit der Dokumentation des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden und deren Präsentation auf der EXPO in Shanghai einen Namen. Seit vier Jahrzehnten dokumentiert er die herausragende Bausubstanz von Görlitz mit der Kamera. In der leerstehenden Kema-Halle werden seine Fotografien so installiert, dass atmosphärisch Stadträume entstehen. So werden teilweise Vorher-Nachher-Ansichten miteinander kombiniert, die Häuser und Gebäudeensemble sowohl im einstigen ruinösen als auch im heute sanierten Zustand zeigen.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Oktober 2015 zu besichtigen

 www.fotoausstellung-goerlitz.de

Barockhaus in Görlitz, Foto: @ www.goerlitzer-anzeiger.de 

Ausstellung mit Modellen für „Görlitzer ART“ im Barockhaus

„Görlitzer ART“ ist ein gemeinsames Projekt der Städte Görlitz und Breslau im Kontext der Veranstaltung Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016. Die Kunstakademie Wrocław hatte nach einem offenen Wettbewerb Künstler aus dem Raum Wrocław für das Projekt nominiert. Die ausgewählten Objekte stellen in ihrer Gesamtheit ein Schaufenster der Kulturhauptstadt Europas Wrocław 2016 dar. Die Ausstellung zeigt alle zum Wettbewerb eingereichten Entwürfe, von denen sechs realisiert werden.

Die moderne Kunst im öffentlichen Raum von Görlitz wird ein Jahr lang, vor dem Hintergrund aller Jahreszeiten, neue, meistens unerwartete Sichtweisen auf die einzigartige Bausubstanz der denkmalreichsten Stadt Deutschlands ermöglichen. Eine Route wird die Kunstwerke zwischen dem Görlitzer Bahnhof und der Altstadtbrücke zu einem Spaziergang der besonderen ART verbinden.

Die künstlerischen Entwürfe für das deutsch-polnische Projekt „Görlitzer ART“ sind von 23.-28. Juni 2015 im Johannes-Wüsten-Saal des Barockhauses in Görlitz zu sehen. Die Kunstwerke sollen vom 1. April 2016 bis zum 1. April 2017 an zahlreichen Orten der Neißestadt gezeigt werden.

Ausstellung der Modelle „Görlitzer ART“
23.-28. Juni 2015
Johannes-Wüsten-Saal im Barockhaus
Neißstraße 30
Öffnungszeiten 10 bis 17 Uhr
Der Eintritt ist frei

 

Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein

Das Nationalmuseum Breslau/Wroclaw eröffnet am 10. Juli 2015 seine neue Sonderausstellung „Metamorphosen des Schlosses Fürstenstein. 700 Jahre Schloss Fürstenstein von den Piasten zu den Hochbergs“. Eine Ankündigung und ein Gespräch mit dem Direktor des Museums, Dr. Oszczanowski, über die Ausstellung finden Sie in der vorletzten Ausgabe des SILESIA Newsletters.
Newsletter Nr. 120 (3/2015 de) unter Nachrichten.