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Festliche Beleuchtung

Von Herrn Dr. Rainer Lemor, ein Nachfahre der letzten Inhaber der berühmten Breslauer Gold- und Silberschmiedefabrik Julius Lemor, erhielt das SMG ein besonders schönes Objekt als Dauerleihgabe: einen siebenarmigen Leuchter (Girandole) aus 800er Silber im Louis-Seize-Stil.

Auf einem mehrfach gestuften quadratischen Fuß steht eine konische Säule mit Rundstäben, die ein korinthisches Kapitell abschließt. Darauf sitzt mittig eine weitere kleine Säule mit dem zentralen Kerzenhalter auf. Er wird flankiert von sechs weiteren Kerzenhaltern, die von geschwungenen und miteinander verwundenen Armen getragen werden. Die Kerzenhalter sind ihrerseits wiederum als korinthische Kapitelle ausgebildet. Der auf diese Weise konsequent durchgestaltete, dabei aber trotz seines Gewichtes von 3620 Gramm leicht und elegant wirkende Leuchter ist 63,5 cm hoch und hat einen Durchmesser von 36 cm. Am Fuß ist er signiert mit der Herstellerangabe „JULIUS LEMOR BRESLAU“ und kann auf Grund der beigefügten Marke auf die Zeit um 1890 datiert werden. Eine wahre Zierde für die festliche Tafel!

Der Leuchter ist ein schönes Beispiel für die hochwertigen Produkte, die von der Fa. Lemor seit 1818 hergestellt wurden. Der über mehrere Generationen bestehende Familienbetrieb entwickelte sich seit den 1850er Jahren zu einem der größten Gold- und Silberwarenhersteller Deutschlands. Dank weiterer Leihgaben von Rainer Lemor an das SMG sowie aus eigenem Besitz verfügt das Museum über einen zwar kleinen, aber sehr qualitätvollen Ausschnitt aus dem umfangreichen Produktionsprogramm der Fa. Lemor, die 1945 ihre Tätigkeit einstellen musste.