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Chronik von Arnsdorf/Milków vom Beginn des 19. Jahrhunderts transkribiert und herausgegeben

Von doppelter Fleißarbeit zeugt ein dickes, fast 1000 Seiten starkes Buch, das Pfarrer Zbigniew Kulesza, Kirche der Hlg. Hedwig in Arnsdorf/Miłków, der Bibliothek des Schlesischen Museums zu Görlitz geschenkt hat: Eine Ausgabe der transkribierten katholischen Pfarrchronik von Arnsdorf (Teil 1) von Pfarrer Amand Barsch.

Pfarrer Barsch war seit 1799 in Arnsdorf tätig und begann zwei Jahre später, die Geschichte seiner Pfarrei zu erforschen. Da bei einem Brand des herrschaftlichen Schlosses 1768 viele Urkunden und Akten vernichtet wurden, bildeten die Unterlagen im Pfarramt eine unschätzbare Sammlung an Nachrichten über die Geschichte der Pfarrei und des gesamten Ortes. Innerhalb von drei Jahren stellte Pfarrer Barsch eine handschriftliche zweiteilige Chronik mit insgesamt 1877 Seiten zusammen. Sie ist systematisch aufgebaut und gibt äußerst detailliert wieder, „was zu der Zeit nach Möglichkeit aus gedruckten, handschriftlichen, und zuverlässigen mündlichen Traditionen über den Ursprung, und über den bisherigen, und jetzigen Zustand der katholischen Pfarrkirche, Parochie, und Schule zu Arnsdorf beÿ Schmiedeberg der Nachwelt aufbewahrt werden kann.”

Diese handschriftliche Chronik haben jüngst ebenfalls sehr fleißige Menschen unter Leitung von Ullrich Junker aus Bodnegg vollständig transkribiert und in einer kleinen Auflage von 18 Exemplaren gedruckt herausgegeben. Sinn dieser Sisyphus-Arbeit ist, deutschen wie polnischen Heimatforschern eine wichtige Quelle zur regionalen Geschichte zu erschließen. Die Transkription des 2. Teils ist in Arbeit und fast abgeschlossen. Beide Teile sollen, wie bereits andere von Junker und seinen Kollegen transkribierte handschriftliche Quellen, demnächst in der „Digitalen Bibliothek Niederschlesien” ( http://jbc.jelenia-gora.pl/dlibra) auch online nutzbar sein.

Aber man muss nicht erst die ganze Chronik lesen, um sich über die Geschichte der Pfarrei und des Ortes zu informieren. Die Dank des unermüdlichen Einsatzes von Pfarrer Kulesza weitgehend restaurierte Pfarrkirche, erbaut ab 1289, ist mit ihren interessanten Baudetails (Sühnekreuze, Heiliges Grab, barockes Taufbecken) allemal ein lohnenswertes Ausflugsziel.