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Katalogtitel mit Darstellung eines Schlachtfeldes von Heinrich Tischler, 1915 (© SMG)  

Schlesisches Museum zu Görlitz – Angebote im Mai-Juni

Kunst zur Kriegszeit 1914 – 1918:
Künstler aus Schlesien zwischen Hurrapatriotismus und Friedenssehnsucht
Sonderausstellung, 11.5.-31.10.2015

Zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg stellt das Schlesische Museum zu Görlitz in seiner neuen Sonderausstellung Kunst zum Kriegsgeschehen vor. Die Kunstwerke berichten anschaulich von der anfänglichen Kriegsbegeisterung der Menschen, aber auch von ihren Ängsten und schrecklichen Erfahrungen, die ab 1916 zum Ruf nach Frieden führten. Mit einem Überblick über die Vielfalt der Kunstproduktion will die Ausstellung Denkanstöße zu einem damals wie heute aktuellen Thema vermitteln. Gezeigt werden rund 200 Exponate von 23 Künstlern, die in Schlesien tätig waren oder auf andere Weise mit Schlesien in Verbindung standen.

Die Ausstellung kann bis zum 31.10. besichtigt werden.

Begleitet wird die Ausstellung von einem aufwändig bebilderten Katalog (ca. 300 Seiten), Preis: 39,- €.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und durch das Sächsische Staatsministerium des Innern (Projektförderung).

Sonderführungen mit der Ausstellungskuratorin Dr. Johanna Brade im Juni:

12.6., Freitag, 13 Uhr
26.6., Freitag, 13 Uhr

 

Internationaler Museumstag
Sonntag, 17.5, 15 Uhr

Wir laden ganztägig kostenlos ins Museum ein. Um 15 Uhr führt Museumsdirektor Dr. Markus Bauer durch die Dauerausstellung.

Literatur im Gespräch – neue Veranstaltungsreihe der Kulturreferentin für Schlesien und der Redaktion „Schlesien heute“.

Donnerstag, 21.5, 18 Uhr
Matthias Kneip: „Polen. Literarische Reisebilder“ und neue Buchprojekte

18.6., Donnerstag, 18 Uhr
Beata Halicka: Mein Haus an der Oder. Erinnerungen polnischer Neusiedler in Westpolen.

Kaffee & Kultur – natürlich schlesisch
3.6., Mittwoch, 15 Uhr
Görlitz nach dem Ersten Weltkrieg

Kino im Schönhof

18.5., Montag, 19 Uhr
„Kindheit“, (1986, Regie: Siegried Kühn)

8.6., Montag, 19 Uhr
Sól ziemi czarnej (Das Salz der schwarzen Erde) (1969, Regie: Kazimierz Kutz)

Koffer aus der Görlitzer Kofferfabrik. Er begleitete Ilse Kirstein bei der Vertreibung aus Görlitz-Ost im Juni 1945. Foto: SMG 

GÖRLITZ/ZGORZELEC (macht) AUSSTELLUNG!

Aufruf zu einem öffentlichen Ausstellungsvorhaben

Das Schlesische Museum wendet sich an all jene, die von ihren Erlebnissen am Ende des Zweiten Weltkrieges und in den schweren Jahren danach in Görlitz und Zgorzelec berichten und Erinnerungsstücke ans Licht bringen möchten. Vielleicht besitzen Sie noch Fotos, Briefe, Dokumente, alte Kleidungs- und Ausstattungsstücke oder Andenken und Erinnerungsberichte? Erzählen Sie uns aus Ihrem Leben oder der Geschichte ihrer Angehörigen, holen Sie Erinnerungsstücke wieder hervor und gestalten Sie gemeinsam mit anderen die Ausstellung mit!

Museumsmitarbeiterin Dr. Martina Pietsch wird diese Gegenstände und Informationen dokumentieren und fotografieren. Wenn Sie einverstanden sind, werden diese in Presseartikeln und in einer Internetpräsentation vorgestellt. Schließlich sollen die Erinnerungsstücke als Leihgaben in einer Ausstellung gezeigt werden, die von November 2015 bis Juni 2016 geplant ist.  

Kontakt:
Schlesisches Museum zu Görlitz
Dr. Martina Pietsch
Tel. 03581 / 8791-132
 mpietsch(at)schlesisches-museum.de
Untermarkt 4, 02826 Görlitz
www.schlesisches-museum.de

Dietrich Bonhoeffer, Fot.: ewst.pl 

Aneta Augustyn schreibt Kurzreportagen aus Breslau und Niederschlesien für den SILESIA-Newsletter. Sie ist seit über 20 Jahren als Journalistin tätig, vor allem mit der Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ verbunden, für die sie längere Reportagen aus und über Schlesien schreibt. Ausgezeichnet mit Medaillen der Universität Wroclaw und der Hochschule für Natur- und Umweltwissenschaften für die Popularisierung der Wissenschaft.

Vom 8. – 13. April wurde in Breslau der 70. Todestag des Theologen und Sohnes der Stadt Dietrich Bonhoeffer erinnert. Im Rahmen des V. Festivals Protestantischer Kultur fanden die Bonhoeffer-Tage mit Vorträgen, Ausstellungen, einem Gottesdienst und einer Gedenkveranstaltung am Bonhoeffer-Denkmal vor der Elisabeth-Kirche statt. (www.fkp.wroclaw.pl, www.ewst.pl )

Aneta Augustyn veröffentlichte in der „Gazeta Wyborcza“ einen umfassenden Artikel zum Leben Dietrich Bonhoeffers, den sie schon lange sehr verehrt. 

Einige Eindrücke von den Veranstaltungen hat sie im Gespräch mit Dr. Joel Burnell, Mitglied der internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft, aufgezeichnet: 

- Die Polen fühlten nach dem Krieg lange eine Ablehnung gegenüber dem deutschen Volk. Das Bild des „guten Deutschen“, wie Bonhoeffer oder Helmuth James von Moltke aus Kreisau, haben geholfen, diese Ablehnung zu überwinden – erzählt Dr Joel Burnell von der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft, Co-Veranstalter der Konferenz.  Es ist kein Zufall, dass gerade hier die Konferenz angeboten wird. In Polen gibt es zwei Städte, die mit dem Theologen verbunden sind. Stettin, wo er das Priesterseminar  (früher Finkenwalde, heute ein Stadtteil von Stettin) leitete, dass von der Gestapo verboten wurde. Genau dort, wo er gelehrt hat und wo sich kein einziges Gebäude erhalten hat, schuf vor drei Jahren Gemeindepfarrer Sławomir Sikora einen „Garten der Stille und der Meditation“, der nach Bonhoeffer benannt ist. Einige Jahre früher bereits war  ein Internationales Bonhoeffer-Zentrum für Studien und Begegnung entstanden, dass unter anderem ein Ort der Jugendbegegnungen geworden ist.

- Als die Einwohner von Stettin 1999 gefragt wurden, wer die wichtigste Persönlichkeit ihrer Stadt im vergangenen Jahrhundert war, fand sich Bonhoeffer auf dem 23. Platz unter  79 zur Wahl stehenden Namen. In Polen ist er immer noch wenig bekannt, aber das ändert sich langsam – erzählt Pfarrer Sikora aus Stettin. 

Die zweite Stadt verbunden mit Bonhoeffer ist Breslau. Wenn ich zu einem Spaziergang auf den Spuren des Pfarrers Bonhoeffer einladen sollte, der für mich eine wichtige Persönlichkeit ist, so würde ich an der Straße „Am Birkenwäldchen 7“ (heute ul. Bartla)  beginnen.  In diesem roten Backsteinhaus verbrachte Dietrich seine ersten sorglosen Jahre: in einer wohlhabenden bürgerlichen Familie, in der das Gefühl der Geborgenheit durch sich wiederholende Gewohnheiten, die Position des Vaters, einer der besten Psychiater im Lande, und die Weisheit der Mutter, die sich selbst der Erziehung ihrer Kinder widmete, heraus bildete. Angeblich hat in diesem Haus der vierjährige Dietrich die erste theologische Frage gestellt: „Liebt Gott auch den Schornsteinfeger?” 

Von dort würden wir zum Rathaus spazieren, wo in der „Galerie der großen Breslauer” Bonhoeffer gegenüber von Edith Stein platziert ist und sie betrachtet. Beide aus Breslauer Marmor. Die Jüdin, die zum Katholizismus konvertierte und der Protestant, der die Juden schützte. Beide sind in Konzentrationslagern umgekommen. Ich würde meinen Spaziergang bei der Elisabeth-Kirche beenden, wo heute eine Bronze-Statue steht, kniend, ohne Hände und Kopf. Eine Figur, über die in seinem Band „Nauka chodzenia - Gehen lernen“ einer der bedeutendsten polnischen Lyriker, Tadeusz Różewicz, der vor einem Jahr verstorbene Breslauer, geschrieben hat: 

      (…)

     "langgestreckt auf meiner Pritsche
      starre ich auf die graue Wand"
      in den letzten zwei Jahren nehme ich Unterricht
      bei Pastor Dietrich Bonhoeffer
      der am 9. April 1945
      erhängt wurde      

      auf Befehl des Führers
      Hitler Hiedler Hüttler
      Hitler Schickelgruber
      oder wie auch immer er heißen mochte

      der Führer verreckte am 30. April
      zusammen mit seinem treuen Hund
      (der arme Hund)

      in meinem langen Leben
      nahm ich Unterricht nicht nur bei Dichtern
      (...)

      Bonhoeffer traf ich in Wroclaw
      fang von vorne an
      fang noch einmal an sprach er zu mir
      Gehen zu lernen
      Schreiben
      Lesen  
      Denken zu lernen

      man muss einverstanden sein
      dass Gott von uns gegangen ist
      nicht gestorben!
      man muss akzeptieren
      erwachsen zu sein
      und ohne Vater
      zu leben

      und er sagte noch
      dass man würdig leben soll
      in einer gottlosen Welt
      wo weder mit Strafe noch mit Belohnung
      zu rechnen ist

Auszug aus dem Gedicht, erschienen in:  Nauka chodzenia – Gehen lernen von Tadeusz Różewicz, zweisprachige Ausgabe mit Übersetzungen von Karl Dedecius, Bernhard Hartmann und Andrzej Slomianowski, Biuro Literackie 2007 ISBN-10: 8360602492

Fot.: nfm.wroclaw.pl 

Im Hause Bonhoeffer spielte Musik eine wichtige Rolle, jedes der Kinder hatte Klavier-, Geige und Gesangsunterricht. Dietrich war besonders begabt; seine Eltern rechneten damit, dass Musik seine Zukunft würde. In Breslau, der Stadt, in der er seine ersten Kindheitsjahre verbrachte, ist in den letzten Jahren ein außergewöhnliches Gebäude entstanden und genauso beeindruckend ist die Liste der Ausführenden, die im Nationalen Forum der Musik (NFM) auftreten werden: Wiener Philharmoniker, National Symphony Orchestra Washington, London Symphony Orchestra, II Giardino Armonico, Krzysztof Penderecki, Aleksandra Kurzak, Mariusz Kwiecień, Wynton Marsalis… Im April stellte Andrzej Kosendiak, Direktor des NFM, das Programm der ersten Musiksaison im neuen Gebäude vor, das schon jetzt Begeisterung weckt. Eine Inspiration für den bekannten Architekten, Stefan Kurylowicz, war die Geige – die Form des Gebäudes und das Material der Fassadenverkleidung, das Holz imitiert, beziehen sich auf das Instrument. Es gibt mehrere musikalische Bezüge in der Gestaltung: Das Schwarz der Wände und das Weiß der Galerie im Foyer erregen Assoziationen mit einer Klaviertastatur. Das neue Konzerthaus ist eines der größten Objekte dieser Art in Osteuropa (etwa 48 000 m2) und eines der Modernsten. Der Hauptsaal mit 1800 Plätzen wurde mit einem verstellbaren Chorpodest und mit einer akustischen Raumgestaltung, die eine Regulierung der Länge des Tonausklangs ermöglicht, ausgestattet. Darüber hinaus gibt es drei Kammermusik-Säle, ein Tonstudio, Proberäume, Konferenz-, Büro- und Ausstellungsräume. Von der Schönheit und der Qualität des neuen Musik-Forums überzeugen wir uns am 4. September beim Eröffnungskonzert. Am folgenden Tag lädt das Forum zu einem Tag der offenen Tür ein und am 5. September können alle sehen und hören. Es präsentieren sich die Orchester, die mit dem NFM verbunden sind wie das Breslauer Barockorchester, das Lutoslawski Quartett, das NFM Ensemble, das Polish Cello Quartet und das NFM Streichtrio Leopoldinum.

„Zum ersten Mal in Breslau haben Publikum und Musiker einen Konzertsaal auf Weltniveau zur Verfügung“, sagte der Direktor des NFM.  „Die Eröffnung des neuen Gebäudes beginnen wir mit neuen Ideen. Eine von ihnen ist ein Zyklus „Musik der Welt“, der eine moderne Interpretation der Ethnomusik aus der ganzen Welt präsentiert. Wir werden dazu Darsteller aus verschiedenen Kontinenten einladen.“

In der Herbst- Saison reiht sich auch das 50. Jubiläum des Internationalen Festivals Wratislavia Cantans ein, des größten Festivals für Alte Musik in diesem Teil Europas (6.-9.09.2015). Das NFM verkauft bereits Eintrittskarten und Abonnements für die Saison 2015/2016.

Narodowe Forum Muzyki, Wroclaw, www.nfm.wroclaw.pl

Zirkus Workshop, Fot.: F. Gaertner, www.zuvi-fest.de 

ZUKUNFTSVISIONEN Festival 2015

Das Festival ZUKUNFTSVISIONEN findet seit 2007 an verschiedenen spektakulären, verlassenen Orten in Görlitz statt. Gegründet von Kultur & Management Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz, thematisiert das Festival seit jeher den Leerstand in der Europastadt Görlitz/Zgorcelec und rückt diesen durch eine einwöchige Ausstellung zeitgenössischer Kunst in den Mittelpunkt.

2015 läuft das Festival unter der Thematik “zukünftig:GEMEINSAMKEIT” und es wird erstmals um ein Artist Residency Programm erweitert – das  OPEN ART LAB

Schon seit dem 25. April finden in Görlitz verschiedene Veranstaltungen statt. Der Hauptteil - die Festivalwoche - ist vom 23. bis 30. Mai im “Hotel Vier Jahreszeiten” geplant, ein ehemaliges Hotel im Art Déco Stil. Die Vernissage findet am Samstag, 23. Mai, um 18.00 statt.

Durch die Förderung der Kulturreferentin für Schlesien nehmen zwei Design-Künstlerinnen aus Breslau teil, die einen Ausblick auf ihr Vorhaben in der Kulturhauptstadt Wroclaw 2016 geben. Unter dem Titel „Recipe for Small Design“ stellen Magdalena Kreis und Natalia Romaszkan ihr Projekt im „Hotel Vier Jahreszeiten“ vor.

Das genaue Programm und weitere Informationen zum Zukunftsvisionen Festival finden Sie unter  www.zuvi-festival.de

 

 

Turm der Ochsenbastei zu Görlitz, Fot.: www.goerlitzer-anzeiger.de 

Görlitz: Der Ochsenbastei-Turm wieder geöffnet

Erstmalig am Internationalen Denkmaltag, am 18. April 2015 wurde der Basteiturm an der Uferstraße mit einer Ausgestaltung von Walter Rhaue, dem Görlitzer Keramikkünstler, eröffnet.

1929 hatte das städtische Jugendamt die Renovierung des Ochsenbastei-Turms Walther Rhaue beauftragt. Der Turm diente damals der Wandervogelbewegung. Der Meister malte mit der Gesellin Dora Methner sowie den Lehrlingen Rudi Winde und Wilhelm Michalk direkt auf den rauen, hell grundierten Putz. Als die Hitlerjugend den Turm übernahm, wurde die Ausmalung nicht verändert. Neben Goethe-Zitaten wie "Es lebe, wer sich tapfer hält" überdauerten auch Sprüche der Vornutzer wie "Der Väter sichere Vest ist der Wandervogel Nest" die Zeiten. Außer dem Denkmaltag ist Besichtigung des Turms am 24. Mai, 21. Juni, 30. August und 13. September möglich.

Fot.: www.facebook.com/kolejDEPL 

Bahnverbindung Dresden-Breslau weiter ungewiss

Eine direkte Bahnverbindung zwischen Dresden und Breslau wurde 2009 gestartet. Seitdem stieg die Anzahl der Passagiere Jahr für Jahr.

Seit dem 1. März 2015 ist die deutsch-polnische Bahnverbindung nicht mehr im Betrieb. Am 2. April wurde in Görlitz von den Bundestagsabgeordneten Stephan Kühne und Michael Kretschmer eine Initiative „Verkehr für Görlitz“ gegründet, deren Ziel es ist, Fernzüge von Dresden nach Breslau wiederherzustellen. Das Niederschlesische Marschallsamt schlug jedoch vor, die bestehende Verbindung zwischen Wegliniec und Zgorzelec zuerst bis Görlitz zu verlängern, solange Fernzüge nach Dresden nicht rollen werden. Die Deutsche Bahn ist aber dagegen wegen der unterschiedlichen Sicherheitszertifikate der polnischen Züge. Sowohl die deutsche als auch die polnische Seite arbeiten an der Wiederherstellung der internationalen Bahnverbindung. Spätestens im Jahr 2016, wenn Breslau als Europäische Kulturhauptstadt im Fokus steht und besonders viele Touristen anzieht, sollten wieder direkte Züge zwischen Dresden und Wrocław fahren.

Die Jury In der Landesvertretung Niedersachsen, Fot.: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport 

Kulturpreis Schlesien 2015 an Kinga Preis, Melitta Sallai und Sabrina Janesch

Der Hauptpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen 2015 geht an die berühmte polnische Schauspielerin Kinga Preis und an die Schriftstellerin Sabrina Janesch, Autorin des schlesischen Romans „Katzenberge“. Der Sonderpreis wurde an die Stiftung Bildungsstätte Muhrau, in der junge Polen und Deutsche gemeinsam wohnen und lernen, und an ihre Initiatorin Melitta Sallai verliehen.

Mit dem Kulturpreis sollen die Leistungen solcher Kunstschaffender gewürdigt werden, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren auszuzeichnendes Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Gegenstand der Preisverleihung waren hervorragende Einzel- oder Gesamtleistungen auf dem Gebiete der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik.

Die Verleihung des Kulturpreises Schlesien 2015 findet am 5. September 2015 in Hannover statt.

 www.mi.niedersachsen.de

"Alois Nebel", Filmplakat, Fot.: www.kulturforum.info 

Die Preisträger des Georg Dehio-Kulturpreises 2015 stehen fest

Der Georg Dehio-Kulturpreis 2015 des Deutschen Kulturforums östliches Europa geht an den ukrainischen Literaturwissenschaftler und Übersetzer Prof. Dr. Petro Rychlo für seine Vermittlung der deutschen und deutsch-jüdischen Literaturlandschaft Bukowina und ihre Überführung in eine moderne multikulturelle Ukraine. Mit dem Ehrenpreis wird das tschechische Filmprojekt Alois Nebel (Regie: Tomáš Luňák, Drehbuch: Jaroslav Rudiš, Jaromír 99) ausgezeichnet, für eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte des Sudetengebietes und ihrer Rezeption in Tschechien.

Mit dieser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dotierten Auszeichnung ehrt das Deutsche Kulturforum östliches Europa Autoren, die sich in ihren Werken fundiert und differenziert mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa auseinander gesetzt haben.

Die feierliche Verleihung der Preise findet am 24. September 2015 in Berlin statt.

Schloss Wichelsdorf/Wiechlice, Fot.: www.palacwiechlice.eu 

Auf Schloss Wichelsdorf entsteht das Schlesische Sportmuseum

Wie Redaktion „Schlesien heute“ berichtet, ist Prof. Karl-Heinz Schrodok, Sporthistoriker, dessen Familie aus Groß Strehlitz/Strzelce Opolskie stammte, der Ideengeber der Initiative, ein schlesisches Sportmuseum zu gründen. Der Görlitzer Verleger Alfred Thesien gab den Hinweis, dass Schloss Wichelsdorf/ Palac Wiechlice in Sprottau/Szprotawa sich als Ort eignen könnte.  Der Schlossbesitzer, Zbigniew Czmuda, ist offen für die Idee. Prof. Schodrok bittet all jene, die historische Sportgegenstände wie Vereinschroniken, Fotos, Sportgeräte sowie andere Erinnerungsstücke in ihrem Besitz haben, um Spenden. Willige Leihgeber können sich bei der Redaktion „Schlesien heute“ bzw. Till Scholtz-Knobloch, der zum Geschäftsführer berufen wurde, unter  till(at)interia.pl melden.

Die Preisträge des 12. Neisse Filmfestivals, Fot.: Neisse Filmfestival 

12. Neisse Filmfestival ist abgelaufen

Im südöstlichsten Zipfel der Republik, im Dreiländereck Tschechien-Polen-Deutschland entstand das Neiße Filmfestival in Zusammenarbeit von Filmclubs aus dem sächsischen Großhennersdorf, dem tschechischen Liberec und dem polnischen Jelenia Góra, um jährlich einen Einblick in das Filmschaffen der drei Nachbarländer zu bieten.

In diesem Jahr wurden rund 100 Filme präsentiert. Spielorte sind Kinos und Kultureinrichtungen im Dreiländereck, darunter in Deutschland ind Zittau, Görlitz, Löbau und Mittelherwigsdorf, in Tschechien in Hradek nad Nisou, Rumburk, Liberec und Varnsdorf und in polniaschem Zgorzelec. Schwerpunkt war das Thema Migration. Außerdem thematisierten viele Filmproduktionen auch Ereignisse in der Ukraine.

Im Wettbewerb um den mit 2.000 Euro dotierten Hauptpreis konkurrierten neun Werke. Den Hauptpreis des 12. Neiße Filmfestivals hat der slowakisch-tschechische Film „Koza“ von Regisseur Ivan Ostrochovsky gewonnen. Andere Preisträge und weitere Informationen zum Filmfestival finden Sie unter  www.neissefilmfestival.de.