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Fotos: SMG 

Glück und Glas – wie leicht bricht das!
Publikation über Glas aus Barock und Rokoko erschienen. Ausstellung und Tagung geplant 

 

Filigrane Gläser, auf das Feinste geschliffen und graviert, gehörten im Barock und Rokoko zu den Hauptexportartikeln Schlesiens. Sorgfältig verpackt gelangten sie zu Kunden in den benachbarten Regionen, aber auch an Auftraggeber in den Niederlanden oder England. Viele dieser auch damals schon wertvollen und teuren Gläser sind im Laufe der Zeit zu Bruch gegangen, doch haben sich in den Sammlungen zum Glück auch zahlreiche Beispiele aus dieser Blütezeit des schlesischen Kunsthandwerks erhalten.

Stefania Żelasko hat diese wunderschönen Gläser in ihrer Ende 2014 erschienenen Publikation „Barock und Rokoko im Hirschberger Tal. Stein- und Glasschnitt 1650-1780“ (Passau 2014, 366 Seiten, über 300 Abb., ISBN 978-3-927218-78-9) umfassend untersucht. Damit legt sie das erste umfassende Werk zu diesem Thema vor. Zahlreiche der vorgestellten Gläser befinden sich im Muzeum Karkonoskie w Jelenie Górze/Riesengebirgsmuseum in Hirschberg.

Das Schlesische Museum besitzt ebenfalls eine Sammlung von etwa 80 hochwertigen Gläsern aus Barock und Rokoko, die bisher nur teilweise ausgestellt oder publiziert sind und von Żelasko nicht berücksichtigt wurden. Daher wollen das Schlesische Museum zu Görlitz und das Muzeum Karkonoskie 2016 ihre Bestände gemeinsam in einer Ausstellung präsentieren. Für Frühjahr 2016 ist auch eine Tagung zum Thema „Barockes Glas aus Schlesien“ in Jelenia Góra/Hirschberg geplant.