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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Bericht des Museumsdirektors

Liebe Freunde des Schlesischen Museums,

ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr geht für das Schlesische Museum zu Ende. Es war geprägt durch das große binationale Ausstellungsprojekt über den „Adel  in Schlesien“, das uns mit vier Ausstellungen, zahlreichen Führungen und einer schier unüberschaubaren Fülle von Begleitveranstaltungen – Filme, Vorträge, Kinderprogramme, kulturgeschichtliches Kaffeetrinken, wissenschaftliche Exkursionen und Fahrradtouren – über Monate auf Trab gehalten hat.

Ein wenig erschöpft schauen wir zurück: Die Präsentation erhielt viel Lob für ihre ansprechende Gestaltung und die differenzierte Darstellung eines komplexen Themas, das auch in den beiden Bänden des Katalogs ihren Nieder-schlag gefunden hat.  Besonders hat uns gefreut, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Rede zum Tag der Heimat am 30. August unsere Ausstellungen als ein Beispiel für gelungene deutsch-polnische Kulturarbeit lobend erwähnt hat. Die gemeinsame Arbeit mit dem Kulturhistorischen Museum der Stadt Görlitz hat sich bewährt und legt die Frage nahe, ob nicht in manchen Arbeitsfeldern auch über sporadische Anlässe hinaus eine engere Zusammenarbeit angestrebt werden sollte, dies nicht zuletzt angesichts immer enger werdender finanzieller Spielräume in beiden Häusern. Ebenfalls die Kooperation mit den polnischen Partnern in Liegnitz und Breslau ist sehr positiv verlaufen und hat Vertrauen auf beiden Seiten geschaffen. Die Besucherzahlen waren recht ordentlich, wenn wir auch etwas mehr erwartet hätten.

Das Begleitprogramm zur Adelsausstellung konnte nur mit tatkräftiger Hilfe der Kulturreferentin realisiert werden. Auch bei weiteren Projekten hat uns die Zusammenarbeit zwischen Museum und Kulturreferat beflügelt. Die „Literaturtage an der Neiße“ erlebten ein erfolgreiches Debut, so dass wir gemeinsam mit den Partnern in Görlitz und Potsdam (das Kulturforum Östliches Europa und der Kulturservice der Stadt Görlitz) eine Neuauflage 2015 anstreben. Das Veranstaltungsformat kam an: ein zweisprachiges Literaturfestival mit Veranstaltungsorten in Görlitz und Zgorzelec, mit prominenten Autoren aus Deutschland und Polen (wie Christoph Hein, Olga Tokarczuk, Jacek Cygan), wichtigen Neuerscheinungen zum Thema des deutsch-polnisch-tschechischen Verhältnisses (u.a. von Jaroslav Rudiš,  Kolja Mensing, Anna Kaleri und Jacek Inglot), mit Workshops und Lesungen für Schüler, mit traditionellen wie experimentellen Vermitt-lungsformen (Vortrag, Lesung – Poetry Slam, multimediale Installation).

Gemeinsam mit der Kulturreferentin ist es auch gelungen, dem schon länger existierenden, bis-lang aber wenig genutzten Facebook-Auftritt des Schlesischen Museums neues, inzwischen reges Leben einzuhauchen. Schauen Sie doch einmal hinein!

Die kommenden Wochen werden noch einmal vorweihnachtliche Hektik ins Haus bringen. Für die Pfefferkuchenausstellung liegen bereits zahl-reiche Buchungen von Schulen und Kinder-gruppen vor, das geschäftige Treiben des Weihnachtsmarktes auf dem Görlitzer Untermarkt macht auch in diesem Jahr vor den Museumstoren nicht Halt. Dann aber kehrt langsam Ruhe ein, und darauf freut sich jetzt schon

Ihr Markus Bauer