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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Schlesisches Museum zu Görlitz ehrt Volker Bandmann

Die Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer am Vormittag des 11. Oktober 2014 war wieder der Rahmen für die Überreichung einer Ehrengabe für Verdienste um das Schlesische Museum, die in diesem Jahr Volker Bandmann erhielt. Er war von 1990 bis 2014 Mitglied des Sächsischen Landtags und ist übrigens auch Mitglied im Verein der Freunde und Förderer. Aus dem Fundus von Graphiken, die als Ehrengaben zur Verfügung stehen, hatte sich Bandmann eine moderne Grafik „Schneekoppe“ von Katarzyna Uchmann (Jauer/Jawor) ausgesucht. Dr. Markus Bauer hielt die Laudatio.

Volker Bandmann ist 1951 in Görlitz geboren. Zu DDR-Zeiten arbeitete er bei Robotron und war dort auch Mitglied im Betriebsrat. Einer politischen Partei gehörte er nicht an, aber 1989 war er dann zur Stelle als Gründungsmitglied des Neuen Forums in Görlitz, als Teilnehmer am Runden Tisch und seit Dezember 1989 als Mitglied der CDU. 1990 wurde er in den ersten Sächsischen Landtag gewählt und gehörte diesem bis 2014 an. Er war von Anfang an innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Mitglied des Fraktionsvorstands, seit 1991 auch Mitglied des Landesvorstands. In Görlitz war er Stadtverordneter, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes.

Von Anfang an, d.h. seit 1991, hat Bandmann das Vorhaben, in Görlitz ein Schlesisches Museum zu errichten, tatkräftig und wirkmächtig unterstützt. „Und diese Unterstützung hat es gebraucht“, betonte Dr. Bauer, „denn die Idee war keineswegs unumstritten. In Dresden wie in Warschau gab es Anfang der 90er Jahre ganz erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Museumsprojekt.“ Zum Schluss sagte Dr. Bauer: „Ich kenne Herrn Bandmann, seitdem ich Anfang 1999 meine Stelle in Görlitz angetreten habe…. Er war „unser Mann in Dresden“, und er war immer auf unserer Seite. Lieber Herr Bandmann, Sie haben sich um das Schlesische Museum verdient gemacht, und dafür danken wir Ihnen heute.“

Nach Überreichung der Ehrengabe sprach Volker Bandmann in seinen Dankesworten u. a. davon, dass man in der ehemaligen DDR zwei Namen nicht verwenden durfte, nämlich „Deutschland“ und „Schlesien“. Schlesien sollte nach den Vorgaben von Volksbildungsministerin Margot Honecker den Menschen aus den Köpfen ausgetrieben werden. Die Gründung des Schlesischen Museums sei nicht einfach gewesen. Er habe es aber immer so gesehen, dass es ein Schlesisches Museum geben müsse, das das Vermächtnis Schlesiens übernimmt.