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Zweiteiliges klappbares Model aus der Ausstellung "Pfefferkuchen. Eine Reise der Sinne" im SMG, Fot.: Sammlung SMG 

Schlesisches Museum zu Görlitz - Angebote im Februar-März

Pfefferkuchen. Eine Reise der Sinne …
durch Schlesien, die Oberlausitz und über 900 Jahre Esskultur in Mitteleuropa

Pfefferkuchen, Lebkuchen, Honigkuchen – die süßen, stark gewürzten und lange haltbaren Gebäcke erfreuen sich nicht nur zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit. Auch zu anderen Festtagen, zu Kirmes und Jahrmarkt oder zu feierlichen Ereignissen im Lebenslauf gehörten sie dazu. Noch bis zum 1. März präsentiert das Schlesische Museum zu Görlitz seine Sonderausstellung ein. Sie zeigt die lange Geschichte dieses würzigen Gebäcks, das in Schlesien eine fast 900jährige Tradition hat.
Nur bis 1. März kann die Sonderausstellung „Pfefferkuchen. Eine Reise der Sinne“ besucht werden.

Im Begleitprogramm empfehlen wir Ihnen:

Pfefferkuchenhaus-Bauen mit Pfefferküchler Marcin Goetz
22.2., Sonntag, 14 Uhr

Zuckerguss an die Wände und Mandeln auf´s Dach!
Der Pfefferküchler Marcin Goetz aus Trzcińsko/Rohrlach bei Jelenia Góra/Hirschberg führt vor, wie ein Pfefferkuchenhaus entsteht. Kinder ab 4 Jahren sind mit ihren Eltern herzlich eingeladen, phantasievolle Teig-Häuser mit seiner fachmännischen Unterstützung zu bauen und zu dekorieren. Natürlich gibt es dabei Pfefferkuchen zu naschen und warme Getränke. Wie früher Pfefferkuchen hergestellt wurden, erfahren alle Bauleute bei einem Rundgang durch die Sonderausstellung.

Kaffee & Kultur – natürlich schlesisch
4.3., Mittwoch, 15 Uhr

Sagenhafte Reise durch Schlesien 

Magdalena Maruck führt Sie mit Sagen durch das Land: So hören Sie von der stolzen Kunigunde auf dem Kynast, vom furchteinflößenden Utopek in den Gewässern Oberschlesiens, vom gestrengen, aber oft lebensrettenden Skarbek in den Kohle- und Erzgruben und natürlich vom Rübezahl im Riesengebirge.

Dr. Slawomir Tryc im Lausitz-Museum  

Schlesisches Nach(t)lesen
21.3., Samstag 16-22

Gemeinsam mit der Kulturreferentin für Schlesien laden in diesem Jahr die Stadtbibliotheken von Görlitz und Zgorzelec zum „7. Schlesischen Nach(t)lesen“  am Samstag, den 21. März 2015 an beiden Ufern der Neiße ein.

Der literarische Spaziergang beginnt erstmals in Zgorzelec mit einem stadtgeschichtlichen Familienprogramm im historischen Scultetus-Hof, heute Jutrzenka-Altersheim,  um 16 Uhr.  Schüler/innen lesen aus dem Kinderbuch „Der Reichenbacher Turm“  in Anwesenheit der Autorin und Übersetzerin Ingrid Rosin und Hanna Majewska. 
Um 18 Uhr laden die Veranstalter in den Festsaal des Ständehauses, das heutige Alten- und Pflegeheim Am Stadtpark, ein.  Ein Aspekt der Stadtgeschichte, der sowohl Görlitz als auch Zgorzelec im 20. Jahrhundert geprägt hat, wird mit Musik und Texten erinnert: griechische Einflüsse durch den Aufenthalt des 4. Armeekoprs im 1. Weltkrieg einerseits und die Aufnahme der  kommunistischen Bürgerkriegsflüchtlinge seit 1948 in Zgorzelec andererseits. Gäste des Abends sind der in Zgorzelec gebürtige Autor  und Wahl-Breslauer Zdzislaw Smektała und der Historiker Gerassimos Alexatos.

Um 20. 00 Uhr beginnt das Nachtprogramm mit parallelen Lesungen in der Altstadt, die sich jede halbe und volle Stunde bis 22.00 Uhr wiederholen. Ein abendlicher Spaziergang von der „Alten Synagoge“ über die Langenstraße oder den Obermarkt,  durch die Brüderstraße zum Schlesischen Museum und die Neißstraße hinunter zur Altstadtbrücke ermöglicht abwechslungsreiche literarische Entdeckungen.

Ein ausführliches Programm der Lesungen ist an den Vorverkaufsstellen in der Stadt erhältlich.  Am  7. März beginnt der Vorverkauf der Eintrittskarten (5 €) im Schlesischen Museum, dem Touristbüro i-vent und der Stadtbibliothek Görlitz.

Termin: Sa., 21.03.2015, 16.00-22.00 Uhr
Ort: verschiedene Veranstaltungsorte in der Altstadt Görlitz und in Zgorzelec
Veranstalter: Kulturreferentin für Schlesien beim Schlesischen Museum zu Görlitz 
Veranstaltungssprache: Deutsch und Polnisch
Eintritt: 7 € / ermäßigt + Vorverkauf 5 €
Vorverkauf: Schlesisches Museum zu Görlitz, Brüderstraße 8, 02826 Görlitz, 03581/8791100, Tourismusbüro i-event, Obermarkt 33

Mehr Informationen und Veranstaltungskalender:
 www.schlesisches-museum.de

Ausstellung "Die Deutschen kamen nicht" im Breslauer Museum für Zeitgenössische Kunst, Fot.: Museum für Zeitgenössische Kunst 

Seit der September-Ausgabe schreibt Aneta Augustyn Kurzreportagen aus Breslau und Niederschlesien für den SILESIA-Newsletter. Sie ist seit über 20 Jahren als Journalistin tätig, vor allem mit der Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ verbunden, für die sie längere Reportagen aus und über Schlesien schreibt. Ausgezeichnet mit Medaillen der Universität Wroclaw und der Hochschule für Natur- und Umweltwissenschaften für die Popularisierung der Wissenschaft.

Meine Großeltern sind sofort nach dem Krieg aus Zentralpolen nach Niederschlesien gekommen. Sie haben sich in einem kleinen Dorf bei Breslau angesiedelt und haben gemeinsam mit einer deutschen Familie in deren Haus gewohnt. Einige Monate lebten sie unter einem Dach, bevor die Deutschen ihr Rogau-Rosenau, das jetzt Rogow Sobocki geworden ist, endgültig verlassen mussten.  Aus dieser Zeit habe ich noch einen kleinen Porzellanteller für Puppen, den ich auf dem Dachboden gefunden habe. Mit dem Teller hat ein kleines deutsches Mädchen mit langem blonden Haar gespielt, von der meine Oma mir erzählt hat. Die Deutschen sind weggegangen, und die Erinnerung daran, was deutsch war, wurde schnell ausgelöscht: deutsche Aufschriften sind aus dem Dorf verschwunden, das Schloss verfiel, die evangelische Kirche und der Friedhof wurden zerstört . In Niederschlesien, wo es nach dem Krieg zu einem fast völligen Bevölkerungsaustausch kam, wurde die neue Identität dadurch geschaffen, dass alle deutsche Spuren getilgt wurden.

Performance von Zbigniew Makarewicz und Jerzy Kosałka aus der Ausstellung "Die Deutschen kamen nicht", Fot.: Museum für Zeitgenössische Kunst 

Die Erfahrungen dieser Zeit habe ich in der herausragenden Ausstellung „Die Deutschen kamen nicht“ wieder gefunden, die im Breslauer Museum für Zeitgenössische Kunst nur noch bis zum 23. Februar zu sehen ist.  Die Aneignung dessen, was unbekannt ist, Auslöschen des Fremden aus der kollektiven Erinnerung, Verwischen der deutschen Spuren. 

Den Ausgangspunkt bildet ein spöttisches Werk des Breslauer Künstlers Jerzy Kosałka „Die Demontage“: miniaturhafte deutsche Modellsoldaten bauen mit Eifer die Breslauer „Iglica“ (ein nadelförmiges Bauwerk neben der Jahrhunderthalle in Breslau [Anm. d. Übers.]) ab. Das Denkmal „Iglica“ haben die Polen errichtet, damit es während der Propagandaausstellung über die „wiedergewonnenen Gebiete“ 1948 die Jahrhunderthalle von Max Berg dominieren würde. Es war eine Visitenkarte dessen, was sozialistisch, polnisch und einzig richtig ist. Man versuchte, die Spuren der Vergangenheit, die immer noch, nicht nur als deutsche Aufschrift unter dem alten Putz,  hervortraten, zu verdrängen. Daran erinnern Türen von ehemals deutschen Häusern, übernommen von Polen, die Dorota Nieznalska (Titel im Original deutsch „Heimatvertriebene“) mit Lanzen durchschlagen hat. Daran erinnern Fliesen von Fußboden der deutschen Mietshäuser, die Tomek Bajer (Titel des Kunstwerks im Original „Breslau“) in Ziegel mit der Aufschrift „Breslau“ eingesetzt hat – ein ironischer Verweis auf eine kommunistische Parole, dass jeder Stein in Breslau polnisch spreche. Daran erinnern zerbrochene Tassen, rostige Türgriffe, Töpfe und andere Destrukte vom Breslauer Anders-Hügel, der ein Schuttberg aus Trümmern der Stadt ist. Er hätte durch Gras und Vergessenheit zugedeckt werden sollen. Indessen bringt der Hügel immer noch diese Zeugnisse der deutschen Vergangenheit der Stadt hervor, besonders nach Regenfällen. Michał Sikorski, der sie für seine Installation benutzt hat, sammelt sie seit Jahren – erzählt Michał Bieniek, Kurator der Ausstellung.

Breslau war sehr lang eine Stadt in Auflösung, nicht nur wegen der Kriegszerstörung, sondern auch wegen der Auslöschung der multikulturellen Vergangenheit: der tschechischen, habsburgischen, preußischen, deutschen Geschichte.  Eine Stadt in Auflösung wie das Puzzle der Installation „Die Stadt im Prozess“ von Michael Merkel verstreut worden, der verschiedene Stadtpläne von Breslau aus einer Zeitspanne von 300 Jahren auseinander geschnitten hat und den Besucher sie jetzt zusammensetzen lässt.  Zerstreute Teile wie die Ruinen der Neuen Synagoge an der Łąkowa-Straße/Am Anger, die zweitgrößte Synagoge in Deutschland, die von den Nazis in der Pogromnacht zerstört wurde. Tom Swoboda hat ein Modell ihrer Kuppel aus zerbrochenen Stückchen Glas zusammen gesetzt.

Die Synagoge, die Iglica oder der Hügel sind öffentlicher Raum, der sich auf der Ausstellung mit dem privaten Raum abwechselt. Wie in einem lustigen Videofilm von Krzysztof Furtas „Der Schatz“, wo er Wände eines Mietshauses beklopft, auf der Suche nach vielleicht von den Vorkriegsbewohnern versteckten Kostbarkeiten. Und wie in einer bewegenden Arbeit von Aleksandra Sojak-Bordo „Auf Vorrat“: eine typische Schrankwand aus den 70er Jahren, dicht gefüllt mit Tüten Mehl einer Breslauer Fabrik. Die Großeltern der Künstlerin sind aus dem Osten gekommen und haben bis zum Ende ihres Lebens Vorräte an Lebensmitteln in Schränken gebunkert.  Eine Obsession, die ihnen Sicherheit gegeben hat. Sie hat sie vor dem Gefühl der Vorläufigkeit und der Angst vor der nächsten Umsiedlung bewahrt.

Die Ausstellung überrascht durch die Ideen der Künstler, die auch nach Motiven aus ihren eigenen Familien greifen. Aber vor allem berührt sie den Besucher.

- Für uns Niederschlesier sind die Motive klar, aber sie sind nicht so selbstverständlich für Bewohner anderer Regionen. Deshalb wollte ich, dass die Ausstellung breiter bekannt wird. Mir liegt daran, sie in Warschau zu zeigen, wo es andere Erfahrungen gibt. Es kam dort zu keinem vergleichbaren Bruch, zu diesem Fremdheitsgefühl und dem Verschweigen, das wir erfahren  haben– sagt der Kurator. Er hat vor allem Breslauer Künstler und zwei deutsche Künstler eingeladen, Michael Merkel und Chris Dreier. Die Mehrzahl der Werke ist eigens für diese Schau geschaffen worden, aber es gibt auch einige frühere Arbeiten, u.a. von Henryk Stażewski aus den 70er Jahren.

Die Ausstellung „Die Deutschen kamen nicht“ wird im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 in Dresden, Partnerstadt Breslaus, präsentiert.

 www.muzeumwspolczesne.pl

Der Buchumschlag der Neuausgabe vom „Rübezahl-Buch“ 

Präsenz und Fehlen sind die Wörter, die mich sowohl in der Breslauer Ausstellung, als auch beim Lesen des „Rübezahl-Buchs“ von Carl Hauptmann begleitet haben. Die Premiere der dritten Auflage der polnischen Übersetzung hat vor einigen Tagen in Schreiberhau/Szklarska Poreba stattgefunden. Im Carl und Gerhart Hauptmann Haus, das heute eine Abteilung des Riesengebirgsmuseums in Hirschberg ist und wo Carl 30 Jahre lang gewohnt und geschaffen hat. Nicht zufällig erscheint das Buch gerade jetzt –  vor 100 Jahren genau entstand das Werk, Ausdruck der Begeisterung für das Riesengebirge.

„Das Geheimnis um Rübezahl ist alt wie die moosigen, grünspiegelnden Felsen, die in den feuchten Gebirgsschluchten hängen. Oder so alt wie die weißen Schaumwasser, die in der Zackelklamm jeden Tag jung und neu über Schroffen und Steine zu Tale springen. Darin ein vom Ufer entführtes Holzscheit sich so lustig in den Strudeln dreht, als wäre die rollende, quirlende Jagd hinunter nur ein Spiel. Nämlich Rübezahl ist selber alt wie die Steine. Vermutlich so alt wie die Riesenwoge aus Granit, die schon in Urzeiten zwischen Böhmen und Schlesien ausrollte und zum Riesengebirge erstarrte.“ – schrieb Carl Hauptmann.

- Er ist wohl der berühmteste Schriftsteller des Riesengebirges von allen, aber immer noch wenig bekannt in Polen und in Deutschland - sagt Dr. Przemysław Wiater, Kunsthistoriker, Kustos des Museums und Co-Autor der Übersetzung.

Es ist überraschend, dass die dritte Ausgabe knapp fünfzehn Jahren nach der ersten polnischen Übersetzung erscheint. Zumal Carl immer noch in Schatten seines jüngeren Bruders steht, dem Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann.

Vor dem Jahr 2000 gab es in Polen nichts von Carl – sagt Emil Mendyk, der mit Przemysław Wiater das Buch zusammen übersetzt hat. Er gibt zu, dass der Name der zwei Brüder nicht nur im lokalen Bewusstsein immer präsenter ist. Das ist das große Verdienst des Museums in Schreiberhau, des Gerhart Hauptmann Hauses in Agnetendorf und der Arbeit der beiden Übersetzer.

Die aktuelle Neuausgabe unterscheidet sich von den vorherigen nicht nur durch ein größeres Format, sie ist um Kommentare zur lokalen Topographie und Geschichte bereichert.
In neun Erzählungen  wechseln sich märchenhafte, philosophische, gesellschaftliche und historische Motive mit dem Berggeist in der Hauptrolle ab.  „Kein anderes Gebirge hat seinen personalisierten Geist. Das Riesengebirge ist in dieser Hinsicht eine Ausnahme“, erzählt Emil Mendyk. Die Figur, deren Legende aus dem Mittelalter stammt, hat verschiedene Namen: Rübezahl auf Deutsch Krkonoš auf Tschechisch und Liczyrzepa, Karkonosz oder Rzepiór auf Polnisch. Die Bezeichnung „Berggeist“ ist im Polnischen erst seit kurzem im Umlauf, sie sinkt erst in das Bewußtsein ein. Auch dank des Buches von Carl Hauptmann, geschrieben in Literatursprache abwechselnd mit  Volksmundart. Dem Buch, das man Kindern als ein Märchen und Erwachsenen als eine allegorische Erzählung vom Leben vorlesen kann.

Der Autor, der sein Grab in Schreiberhau und im einheimischen Museum seine Ausstellung hat, schien im vergangenen Jahr als… Schauspieler auf. Während der Konferenz „Carl Hauptmann und sein Freundeskreis“ wurde der Film „Rübezahls Hochzeit“ von 1916 gezeigt, der als verschollen galt. Der Schriftsteller tauchte als ein Verkäufer momentweise auf.

Carl Hauptmann, „Rübezahl-Buch“, Graphiken von Beata Kornicka-Konecka, Verlag Ad Rem, 2015

 

Veranstaltungen des Deutschen Kulturforums östliches Europa zum Jahresthema „1945. Das östliche Europa nach der »Stunde Null«“

Das Ende des Zweiten Weltkriegs steht für einen der nachhaltigsten Einschnitte in der neueren europäischen Geschichte. Die den Kriegsgräueln und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft folgende politische Ordnung baute ihrerseits in der östlichen Hälfte des Kontinents auf millionenfachem Unrecht und auf dem Terror der stalinistischen Diktatur auf – der Frieden ließ sich bald nur noch durch die Balance gegenseitiger Abschreckung wahren. Das Jahresthema 2015 des Deutschen Kulturforums östliches Europa ist „1945. Das östliche Europa nach der »Stunde Null«“.

Nach sieben Jahrzehnten wollen Veranstalter dieser schwierigen Jahre gedenken, indem man nach den mittel- und langfristigen Folgen fragt. Das Deutsche Kulturforum lädt am 19 Februar zu Vortrag „Wie aus dem ostbrandenburgischen Landsberg an der Warthe das polnische Gorzów wurde“ im Rahmen der Reihe „Flucht Vertreibung, Neubesiedlung 1945“ und andere Verastaltungen, die unter  www.kulturforum.info zu finden sind.

Galerie der Moderne in Kaisertrutz, Fot.: Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur 

Görlitzer Galerie der Moderne eröffnet

Seit 17. Januar 2015 kann man die neue Galerie der Moderne in Görlitzer Kaisertrutz besuchen. Das Kulturhistorische Museum zeigt über 200 Werke aus dem 20. und 21 Jahrhundert von Künstlerinnen und Künstlern der östlichen Oberlausitz und des westlichen Niederschlesien, wie Fritz Neumann-Hegenberg, Willy Schmidt, Johannes Wüsten oder Arno Henschel. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Vielfalt künstlerischer Werke, wie Druckgraphiken und Zeichnungen, Skulpturen und Plastiken, Keramik oder Schmuck. Viele Werke aus dem Museumsbestand sind erstmals zu sehen.

 www.museum-goerlitz.de

Fot.: Ethnographisches Museum 

Neuansiedlung in Schlesien nach 1945 – Filmzyklus im Ethnographischen Museum in Breslau

Das Ethnographische Museum in Wroclaw/Breslau lädt zu einem Filmzyklus „Niederschlesien. Bevölkerung, Bräuche, Lebensstil, Lieder, Musik und Tänze“, ein.  Die Filme sind im Rahmen des vom polnischen Kulturministerium geförderten Oskar Kolberg-Projektes für Bildungszwecke erstellt worden.  Oskar Kolberg gilt als der Begründer der polnischen Ethnographie und der Titel der Reihe knüpft an seine 33-bändige Werkausgabe „Das Volk, seine Bräuche, Lebensweise, Sprache, Volkssagen, Sprichwörter, Rituale, Zaubereien, Spiele, Lieder, Musik und Tänze“ von 1857-1890 an.

Die seit 2014 entstandenen Dokumentationen erzählen von der Geschichte der einzelnen sozialen, ethnischen und nationalen Gruppen, die nach dem 2. Weltkrieg in Niederschlesien zusammen lebten: jüdische Überlebende des Holocaust, verbleibende Deutsche, Polen aus den ehemals polnischen Ostgebieten, Ukrainer, Roma, Tataren, Lemken, polnische Rückwanderer aus Frankreich, der rumänischen Bukowina und Bosnien.

Die 15 Filme a 45 Minuten können im Internet abgerufen werden.
 www.muzeumetnograficzne.pl

Haus Augustum, Fot.: www.anne-augustum.de 

450 Jahre höhere Schulbildung in Görlitz

Im Schuljahr 2014/ 2015 begeht das Haus Augustum sein 450jähriges Bestehen. Ein Anlass an das Jubiläum 450 Jahre höhere Schulbildung in Görlitz zu erinnern, war Valentin Trotzendorfs 525. Geburtstag am 14. Februar.

Valentin Trotzendorf war ein humanistischer Schulmann und Gründer und Rektor des ersten humanistischen Gymnasiums in Schlesien in Goldberg. Er war auch Lehrer an der Schule auf dem Klosterplatz in Görlitz.

Im Verlaufe des Schuljahres werden verschiedene Veranstaltungen auf den Tag der Schulgründung, den 22. Juni, hinführen.

Jean-Claude Juncker, Fot.: B. Brolet 

Verleihung des Internationalen Brückepreises an Jean-Claude Juncker am 23. April

Für seine Verdienste um die Einigung Europas erhält der Kommissionspräsident der Europäischen Union, Dr. Jean-Claude Juncker den Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec 2014. Die festliche Preisverleihung findet am Abend des 23. April 2015 im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz statt, teilte der Präsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Willi Xylander, mit.
Der Internationale Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec wird seit 1993 an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise und mit persönlichem Einsatz um die europäische Verständigung verdient gemacht haben. 

Weitere Informationen und Begründung der Gesellschaft für die Preisträger-Entscheidung: s.  www.brueckepreis.de