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Matthias Luft: Kulturbollwerk im Osten. Breslauer Bühnen 1930-1936

Breslau war eine Kulturmetropole, ein Nährboden für Wissenschaft und Kunst im strukturschwachen Osten des Deutschen Reiches. Doch gerade wegen ihrer Randlage galt die Stadt Zeitgenossen stets auch als ein unwirtlicher Ort, dessen vermeintliche Rückständigkeit in Berlin oder München belächelt wurde. Eine Relativierung erfuhr dieses Ressentiment durch die politische Entwicklung nach 1918: Angesichts der territorialen Verluste Deutschlands in seinen Ostgebieten und der daraus entstandenen Furcht vor einem nationalen Identitätsverlust, proklamierte der preußische Staat die Parole vom „Kulturbollwerk im Osten“, die die „Berliner Instanzen“ bis zum Untergang der Stadt nicht müde wurden zu bemühen. Für den Autor bildet sie daher das Narrativ einer Erzählung, in der er den Kosmos des Breslauer Bühnenlebens während der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Staat unter Berücksichtigung der ökonomischen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen durchschreitet. Dabei nimmt er besonders die Jahre des republikanischen Zerfalls und der nationalsozialistischen Machtkonsolidierung in den Fokus.

Indem Matthias Luft die Entwicklung des „Kulturtheaters“ und dessen völkische Unterwanderung beschreibt, gelingt ihm eine in weiten Teilen exemplarische Schilderung der kulturpolitischen Verlegenheit des NS-Regimes, die sich nicht nur dem Fachpublikum, sondern auch dem interessierten Laien erschließt. Denn entgegen der Sperrigkeit des Begriffs „Institutionengeschichte“, als welche dieses Buch in erster Linie doch zu gelten hat, handelt es sich um eine durchaus spannend zu lesende Arbeit.

 

Luft, Matthias
„Kulturbollwerk im Osten“ Breslauer Bühnen 1930-1936.
Wissenschaftliche Schriften des Vereins für Geschichte Schlesiens 8
Verein für Geschichte Schlesiens 2014
ISBN 978-3-931889-09-8
189 Seiten, Abb.
22,50 €

 

Wolfgang Kessler (Bearb.): Schlesien. Systematisches Gesamtinhaltsverzeichnis für die Jahrgänge 1 (1956) – 41 (1996)

Von 1956 bis 1996 erschien in 41 Jahrgängen die Vierteljahresschrift „Schlesien“, zuletzt als „Organ der Freunde und Förderer der Stiftung Kulturwerk Schlesien e.V.“ Um ihren Inhalt für alle an Schlesien Interessierten sowie für Wissenschaft und Forschung zu erschließen und damit nutzbar zu machen, hat Wolfgang Kessler, der frühere Leiter der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne, ein systematisches Gesamtinhaltsverzeichnis dieser Zeitschrift erarbeitet. Dieses Inhaltsverzeichnis umfaßt über 4.100 Positionen und verzeichnet auch die in der Zeitschrift enthaltenen Abbildungen. Zudem hat der Bearbeiter in einer Einleitung die geschichtliche Entwicklung dieser Kulturzeitschrift beschrieben. Das „Gesamtinhaltsverzeichnis“ soll den Inhalt der rund 10.500 Seiten umfassenden Vierteljahresschrift nutzbar machen und stellt zugleich so etwas wie den Schlußstein dieser Zeitschrift dar. 

Kessler, Wolfgang (Bearb.)
Schlesien. Systematisches Gesamtinhaltsverzeichnis für die Jahrgänge 1 (1956) – 41 (1996)
Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn 2014
ISBN 978-3-87057-334-8
506 S., Abb.
25,00 €

 

Norbert Conrads: Das Oratorium Marianum der Universität Breslau – ein Festsaal des Marienlobs und der Künste

Norbert Conrads schreibt in seinem Buch über das Oratorium Marianum – einen Barocksaal der Universität Breslau aus 18 Jh. Im Musiksaal, der das Oratorium ist, spielten einst Größen wie Franz Liszt und Johannes Brahms. Der Autor schildert die Geschichte des Saals von seiner Entstehung bis zur Renovierung des Saals im Jahr 2014.

Conrads, Norbert
Das Oratorium Marianum der Universität Breslau – ein Festsaal des Marienlobs und der Künste: seine Geschichte bis zur Wiederherstellung der Deckenmalerei im Jahr 2014
Eine Publikation der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Universität Wroclaw (Breslau)
Wrocław, Via Nova, 2014
ISBN 978-83-64025-11-2
155 S

 

Veranstaltungskalender für den Grenzraum Sachsen – Niederschlesien

In Rahmen des Projekts „Gemeinsam für den Grenzraum Niederschlesien-Sachsen“ entstand ein Kalender, der alle bekannten Festveranstaltungen von regionaler Bedeutung im Grenzraum vorstellt. Das Ziel des Projektes ist ein stärkeres Bewusstsein für das Regionale und den ländlichen Raum zu entwickeln. Für jeden Monat des Jahres sind alle festen Veranstaltungen aufgeführt, die in deutscher und polnischer Sprache mit hilfreichen Adressangaben aufgeführt werden.
Herausgegeben wurde der „Kalender“ von der Europäische Union gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Polen und Sachsen 2007-2013.

Mehr Informationen:  www.gemeinsamfuerdengrenzraum.de

 

Czasypismo

„Czasypismo“ ist eine Halbjahresschrift  zur Geschichte Oberschlesiens, die im zweiten Jahrgang durch das Büro für Politische Bildung des Instituts für Nationales Gedenken in Kattowitz herausgegeben wird.  Ziel der Zeitschrift ist Popularisierung der Forschungen zur Geschichte Oberschlesiens sowie der Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft der Region. Die Redaktion der Zeitschriften haben Adam Dziurok, Robert Ciupa, Adam Dziuba, Sebastian Rosenbaum, Andrzej Sznajder und Boguslaw Tracz. Partner ist das Museum in Gliwice/Gleiwitz. 
Die erste Nummer des Jahres 2014 ( Anfang September erschienen) ist dem Jahrestag des Ausbruchs des 1. Weltkrieges und der Bedeutung für Oberschlesien gewidmet. Die Beiträge wurden auf einer Konferenz gehalten, die 2013 vom Museum in Gleiwitz, dem Staatlichen Schlesischen Institut in Oppeln und dem IPN Kattowitz organisiert worden war. Ein weiterer Themenblock behandelt die Musik und ihrer Kulturgeschichte in Oberschlesien.

 www.facebook.com/CzasyPismo

CzasyPismo. O historii Górnego Śląska
Instytut Pamięci Narodowej
ISNN 2299-2812
Preis: 11zł