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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Neuerwerbung:  Ansicht von Fischbach. Klein, aber fein

Mit Hilfe des Vereins der Freunde und Förderer wurde in diesem Jahr ein reizvolles Landschaftsgemälde erworben, entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts. Es stellt den alten Weberort Fischbach vor, dahinter die erhabene Kulisse des Riesengebirges. In der Mitte ist die evangelische Bethauskirche (1748/49) zu sehen, links davon das Pfarrhaus sowie rechts die alte katholische St. Hedwigskirche. Dahinter lugt der Turm des südwestlich vom Ort gelegenen Schlosses hervor, das 1844 auf Wunsch Prinz Wilhelms von Preußen und seiner Frau Marianne neogotisch umgebaut wurde.

Geschaffen wurde die nur 16 x 24 cm große Malerei von Balduin Wolff, geboren 1819 in Schmiedeberg. Nach dem Schulbesuch in Hirschberg und architektonischen Studien in Erdmannsdorf wandte er sich zum Studium der Malerei nach Berlin und an die Kunstakademie in Düsseldorf, wo er ab 1858 als Zeichenlehrer an der städtischen Realschule lehrte und 1907 starb. Seine Werke folgen dem Stil der Nachromantiker, die in ihren Bildern oft die Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ mit vorindustriellen Dorfidyllen thematisierten. Es ist geplant, das Gemälde in die Dauerausstellung einzubeziehen.

Johanna Brade