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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Harriet Hauptmann für Verdienste um das Schlesische Museum geehrt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz am 29. September 2012 erhielt in diesem Jahr wieder ein Mitglied des Vereins, nämlich Frau Harriet Hauptmann, Urenkelin von Gerhart Hauptmann und Enkelin von Ivo Hauptmann, die Ehrengabe für ihre Verdienste um das Schlesische Museum. In seiner Laudatio hob Dr. Markus Bauer hervor, dass es vielleicht nicht immer leicht sei, einen so berühmten Namen zu tragen wie denjenigen von Harriet Hauptmann, aber dass es nur sehr wenigen gelinge, mit einer so ehrenvollen Last so würdig und mit ernsthafter Verantwortlichkeit umzugehen und zugleich so nonchalant und gänzlich uneitel wie Frau Hauptmann. Sie ist 1940 in Hamburg geboren. Ihre berufliche Entwicklung führte sie zunächst zum Buch- und Verlagswesen, später studierte sie Politik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, und nach dem Diplomabschluss hat sie dort, an der Forschungsstelle für Umweltpolitik, 28 Jahre lang gearbeitet.

Harriett Hauptmann kennt ihren Urgroßvater nur aus Erzählungen, ihren Großvater Ivo hat sie selbst erlebt. Sie hat ihn immer wieder in Hamburg in seinem Atelier besucht. Bevor er 1973 starb, hat sie ihm in die Hand ver-sprochen, sich um seinen Nachlass zu kümmern. Diese Aufgabe nimmt sie bis heute wahr. Sie hat das Werk geordnet und wissenschaftlich inventarisiert und sie leitet das Ivo Hauptmann Archiv, das am Gerhart Hauptmann Museum in Erkner angesiedelt ist. In den 1990er Jahren hat sie Schlesien für sich entdeckt. Sie hat viel dazu beigetragen, Gerhart Hauptmann im polnischen Schlesien wieder heimisch zu machen.

Dr. Bauer schloss seine Ansprache mit den Worten: „Frau Hauptmann hat uns im Laufe der Jahre 21 Werke ihres Großvaters geschenkt, wir haben das jetzt noch einmal nachgezählt, überwiegend Bilder aus Schlesien oder mit persönlichem Bezug zu Gerhart Hauptmann, sie hat uns Ivo Hauptmann, der ja den größten Teil seines Lebens in Hamburg verbrachte, als schlesischen Maler nahe gebracht, sie stellt unsere persönliche Verbindung zu beiden dar, zu Ivo und zu Gerhart Hauptmann. Sie hat Frau Dr. Brade zu unserer diesjährigen Sonderausstellung „Poeti-sche Orte“ inspiriert, Leihgaben zur Verfügung gestellt, Gemälde und Fotos, am Katalog mitge-wirkt und zahlreiche unbekannte Details zur Familiengeschichte beigesteuert. Liebe Frau Hauptmann, sie haben sich nicht nur um das Andenken ihres Großvaters und Urgroßvaters verdient gemacht, sondern auch um das Schlesische Museum, und dafür danken wir Ihnen heute.“