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herausgegeben vom Förderverein Schlesisches Museum zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e.V.

 

Grußwort

Liebe Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren, 

die Aufgabe des Kulturreferenten beim Schlesischen Museum zu Görlitz umfasst unter anderem grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit. Im Internetauftritt des Museums heißt es weiter: „Die deutsche Geschichte und Kultur in Schlesien wird dabei als gemeinsames europäisches Erbe begriffen, das es in Zusammenarbeit mit Polen und der Tschechischen Republik zu wahren gilt.“ Dr. Maximilian Eiden hat während seiner Zeit als Kulturreferent schon manchen neuen Akzent gesetzt, in diesem Jahr einen musikalischen. Auf seine Anregung hat das Kulturwerk Schlesien, Würzburg, den Clemencic Consort, ein international zusammengesetztes Ensemble für Alte Musik zu einer Konzertreise eingeladen. Der Consort trat mit tatkräftiger Unterstützung des Kulturreferenten in vier Städten auf. Er präsentierte aus dem Mittelalter stammende, in lateinischer und deutscher Sprache abgefasste geistliche und weltliche Lieder, die in dem vor 1480 entstandenen Glogauer Liederbuch gesammelt sind.

Den größten Zulauf hatte das Konzert Anfang September in Glogau (Głogów), wo 300 Besucher das Konzert im Dom erlebten. Als gebürtigen Glogauer hat mich das natürlich gefreut. Beim Glogauer Heimattreffen in Hannover nahmen der frühere Oberbürgermeister (Stadtpräsident) Jacek Zieliński und seine Gattin als Ehrengäste teil. Sie berichteten voller Begeisterung von dem Konzert, nicht ohne eigens zu betonen: In der Konzertpause sei kein Mensch nach Hause gegangen! Ich denke, mit diesem Ergebnis seiner Arbeit kann der Kulturreferent sehr zufrieden sein: Dieses mit Glogau verbundene Erbstück aus der deutschen Geschichte und Kultur Schlesiens fand in der heute polnischen Stadt großes Interesse, das Glogauer Konzertpublikum hat also das Glogauer Liederbuch als ein Stück gemeinsames europäisches Erbe verstanden und begrüßt. Das Programm ist als CD erhältlich.

Ihr K. Schneider